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Appartementhaus An der Lutter in Weende: Ausstellung zeigt 169 Entwürfe

„Angemessene Antwort“ auf Wohnungsnot in Göttingen Appartementhaus An der Lutter in Weende: Ausstellung zeigt 169 Entwürfe

Der Siegerentwurf für das entlang der Bundesstraße 27 geplante Appartementhaus am Rudolf-Stich-Weg ist seit Freitag im Foyer des Neuen Rathauses zu sehen. Und mit ihm die 13 weiteren Wettbewerbsbeiträge die es in die zweite Runde des von der Wohnungsgenossenschaft Göttingen ausgelobten offenen Wettbewerbes geschafft haben.

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Vereint am Sieger-Modell: Bauherren der Wohnungsgenossenschaft, die Architekten und die Göttinger Verwaltungsspitze.

Quelle: Vetter

Göttingen/Weende. Die Gerber Architekten GmbH hatte die zwölfköpfige Wettbewerbsjury mit ihrem Entwurf für ein Appartementhaus mit bis zu 178 Studentenwohnungen überzeugt. 15 Millionen Euro hat die Wohnungsgenosschaft für den Bau des langestreckten Komplexes auf dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Bundesstraße 27 und Rudolf-Stich-Weg veranschlagt. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) lobte den Entwurf als „sehr gute Lösung“ für den Standort. Er sei die angemessene Antwort auf die Situation in Göttingen, wo es an bezahlbarem Wohnraum für Studenten, Familien und Geringverdiener mangele. 1600 neue Studenten im Semester bewiesen, dass Göttingen ein „populärer Uni-Standort sei“, einzig die Wohnungen fehlten. Er arbeite gern mit Genossenschaften zusammen, sagte Architekt Prof. Eckhard Gerber. Diese seien „soziale Unternehmen“, die Immobilien nicht dazu nutzten sich zu bereichern. Stadtbaurat und Jurymitglied Thomas Dienberg nannte zwei Stärken des Siegerbeitrages: Die vorgelegte Lösung sei „zukunftsorientiert“, da die Wohnungsgrundrisse flexibel seien. Auch städtebaulich überzeuge der Entwurf. „Der Stadtraum werde urban definiert. Der Stadteingang klar und deutlich geformt“, sagte Dienberg. Positiv hob er hervor, dass sich die Genossenschaft nun auch um Stundentenwohnungen kümmere, denn dieses Thema dürfe nicht allein privaten Investoren überlassen werden. Diese böten oft nur „teure Luxusbuden“ oder „Karnickelställe“. Der jetzige Entwurf erfülle bereits einen Großteil der von Bauausschuss und Ortsrat gestellten Forderungen. Er rechnet damit, dass ein Bebauungsplan bis zum Sommer vorliegt.

Die Schau ist noch bis zum 6. Mai im Foyer des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, zu sehen. Neben den 14 Entwürfe, die es in die zweite Wettbewerbsphase geschafft haben und detailliert vorgestellt werden sind. Auch die übrigen 155 eingegangenen Beiträge sind zu sehen.

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