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Arien und der Tod auf der Bühne

Händel-Festspiele zu Gast in der Kinder-Uni Arien und der Tod auf der Bühne

Etwa 80 Kinder sind am Mittwoch in einer Vorlesung der Kinder-Uni in das Thema barockes Theater eingeführt worden. Die Vorlesung wurde in Zusammenarbeit mit den Händel-Festspielen Göttingen organisiert. Zu Gast waren Kustodin Anne-Katrin Sors, die Regisseurin der diesjährigen Händel-Festspiele Sigrid T‘Hooft und die kanadische Sopranistin Stefanie True, die bei den Händel-Festspielen in der Oper „Imeneo“ auftritt.

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Sopranistin Stefanie True und Regisseurin Sigrid T‘Hooft.foto:

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Zur Eröffnung bot True eine kleine Arie ihrer Rolle Clomiri dar. Die Kinder staunten, wie hoch sie singen kann. Regisseurin T‘Hooft veranschaulichte die Gestik eines Schauspielers im Barocktheater. Sie erklärte, dass Italiener am besten mit den Händen sprechen könnten. Um das zu verdeutlichen. schlug die Regisseurin mit ihrer Faust in die andere Hand und rief: „Jetzt weiß ich es wieder.“ Auch die Geschichte der Gestik erklärte sie. Demnach haben bereits die Römer viel mit ihren Händen gesprochen.

Dann wurde es noch praktischer: T‘Hooft erklärte, wie der Tod auf der Bühne gespielt wird. Dabei komme der Körpersprache der Schauspieler eine enorme Bedeutung zu. Wichtig sei, dass der Schauspieler nicht sofort zu Boden gehe. Erst müsse er sich irgendwo festhalten.

„Dann sagt man‚ ach, ich sterbe!‘ - und dann stirbt man“, erklärte die Regisseurin, was die Kinder zum Lachen brachte. Dann durften die Kinder selbst aktiv werden unter Anleitung von T‘Hooft Gesten einüben und Texte dazu sprechen. In diesem Zusammenhang erklärte sie auch die Regeln, die im Theater gelten: Dort darf nämlich keinesfalls gepfiffen werden, da dies früher ein Zeichen für den Kulissenwechsel war. Zum Abschluss sang Stefanie True noch eine Arie - und die Kinder hörten gebannt zu.

Von Darline Kerl

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