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Atom-Demo mit Stuttgart-21-Effekt

Protest gegen Castor Atom-Demo mit Stuttgart-21-Effekt

Noch zwei Wochen bis zum nächsten Castor-Atomtransport: Mit einem Aktionstag haben am Sonnabend Atomkraftgegner bundesweit protestiert.

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„Sicher ist nur das Risiko“: Anti-Atomkraft-Protest auf der Berliner Straße am Sonnabend.

Quelle: Heller

Auch in Göttingen: Hier war die Demonstration überschaubar und blieb friedlich. Nur knapp 200 Demonstranten hatten sich gegen 14 Uhr vor dem Göttinger Bahnhof versammelt, um ihren Unwillen kundzutun. Auch hier zu beobachten: der Stuttgart-21-Effekt. Unter den vielfach schwarz gekleideten Demonstranten im üblichen Alter zwischen 20 und Anfang 40 also diesmal auch ungewohnt viele Schüler und vor allem eine ganze Reihe von Protestlern im Rentenalter, die die aus den Großdemonstrationen der 80er Jahre bekannte Anti-Atomkraft-Sonne am Mantel oder am Revers trugen.

In verschiedenen Beiträgen entlang der Strecke wiesen Redner denn auch auf die Geschichte der Anti-Atom-Proteste in der Bundesrepublik hin. Nach einer Runde um den Bahnhof ging es in die Hildebrandtstraße zum Eon-Gebäude. Dort riefen die Demonstranten zum Wechsel zu von den Atomkonzernen unabhängigen Ökostromanbietern auf.

Weiter ging es vors Göttinger Gerichtsgebäude an der Godehardstraße. Dort kritisierten Redner die strafrechtlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lüneburg gegen Urheber und Unterzeichner der Aktion „Castor schottern“ (Tageblatt berichtete). Den Aufruf, durch Entfernen von Schottersteinen Bahngleise zu destabilisieren, haben bislang zwölf Organisationen und Privatpersonen aus Göttingen unterzeichnet. Nach der Abschlusskundgebung wurde die absolut friedlich verlaufende Demonstration gegen 16.10 Uhr vom Veranstalter auf dem Marktplatz offiziell für beendet erklärt.

Von Matthias Heinzel

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