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Auf dem Weg zur Dorfregion: Gladebeck, Hevensen, Lutterhausen, Lütgenrode, Parensen und Wolbrechtshausen

„Meilenstein gesetzt“ Auf dem Weg zur Dorfregion: Gladebeck, Hevensen, Lutterhausen, Lütgenrode, Parensen und Wolbrechtshausen

Sechs Dörfer aus zwei Kommunen und ein einstimmiger Beschluss: Am Dienstagabend haben sich die Ortsräte aus Gladebeck, Hevensen, Lutterhausen (alle Stadt Hardegsen), Lütgenrode, Parensen und Wolbrechtshausen (alle Flecken Nörten-Hardenberg) auf den Weg zur Dorfregion gemacht.

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Gruppenbild nach einstimmigen Beschlüssen: Die Mitglieder der sechs Ortsräte aus Wolbrechtshausen, Parensen, Lütgenrode (alle Flecken Nörten-Hardendberg), Hevensen, Gladebeck und Lutterhausen (alle Stadt Hardegsen) wollen Dorfregion werden.

Quelle: EF

Wolbrechtshausen. Die Dorferneuerung, wie sie bisher gefördert wurde, gebe es fortan nicht mehr. In Niedersachsen werde jetzt eine neue Strategie verfolgt, erläuterte in der gemeinsamen Sitzung der sechs Ortsräte Franz Brinker vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Braunschweig, Geschäftsstelle Göttingen. Wollen Ortschaften sich fit für die Zukunft machen und dafür Fördermittel erhalten, müssen sie sich zusammenschließen.

Mit einer interkommunalen Dorfregion wollen jetzt die Stadt Hardegsen und der Flecken Nörten-Hardenberg mit jeweils drei Ortschaften als Dorfregion aufgenommen werden. „Das ist für uns alle mit erheblichen Vorteilen verbunden“, betonte Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos). Auch seine Nörtener Amtskollegin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) warb dafür, sich jetzt gemeinsam auf den Weg zu machen.

Zu ihrer gemeinsamen Sitzung hatten die Mitglieder der sechs Ortsräte neben ArL-Mann Brinker auch Thomas Forche von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) zu Gast. Beide erläuterten die Voraussetzungen für eine mögliche Förderung in einer Dorfregion und die Ziele, die damit erreicht werden sollen. Ein Antrag auf Aufnahme einer Dorfregion müsse bis 1. Juli vorliegen. Sei die Dorfregion aufgenommen, erläuterte Brinker, gebe es verschiedene Fördertatbestände. Neu sei zum Beispiel, dass Grundversorgungsprojekte höher bewertet würden als etwa die Gestaltung von Straßen und Plätzen. Auch der Abbruch von Bausubstanz sei unter bestimmten Voraussetzungen förderfähig.

Bis zu 75 Prozent der Ausgaben für einen Dorferneuerungsplan, maximal 50 000 Euro, könnten gefördert werden. Die Höhe der Förderquote für die Kommunen hänge von deren Steuerkraft ab. Der Flecken Nörten-Hardenberg könne mit bis zu 43 Prozent, die Stadt Hardegsen mit bis zu 53 Prozent rechnen. Gefördert werden könnten aber auch private Antragsteller (25 bis 30 Prozent) oder Kirchen und Realverbände (bis zu 40 Prozent).

Nach einigen Detailfragen waren am Ende alle Ortsratsmitglieder mit der Aussage des Hevenser Ortsbürgermeisters Gert Küchemann einig: „Wir sind Wegbereiter für nachfolgende Generationen.“ Klinkert-Kittel freute sich über die einstimmigen Beschlüsse für die Dorfregion: „Wir haben heute einen Meilenstein gesetzt.“

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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