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Aufbau mit vereinten Kräften

15-Meter-Pyramide Aufbau mit vereinten Kräften

Es ist harte körperliche Arbeit. Nur mit vereinten Kräften lässt sich der mehr als 15 Meter hohe Holzkegel für das Herberhäuser Osterfeuer aufbauen.

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15 Meter: Das Herberhäuser Feuer gilt als eines der Größten.

Quelle: Heller

Mit Muskelkraft und langen Metallgabeln als Hilfsmittel richten die Mitglieder der Osterfeuertruppe die langen Baumstämme um einen Mittelmast auf, der 1,50 Meter tief in den Boden eingegraben wurde. Zu Dutzenden liegen die Stämme noch auf der Wiese am Reesenanger.

Mit dem Aufbau haben rund 15 Mitglieder des Osterfeuervereins am Sonnabend begonnen. Bis die Pyramide, die an ihrer Basis fast sieben Meter Durchmesser hat, steht und fertig ist, um am Ostersonntag, 24. April, nach Einbruch der Dunkelheit abgefackelt zu werden, steht für die Helfer in dieser Woche täglich ein Arbeitseinsatz auf dem Programm. Sobald alle Stämme stehen und die Pyramide fast blickdicht ist, wird der Hohlraum im Inneren mit Reisig und Stroh gefüllt.

„Auf insgesamt 1000 Arbeitsstunden kommen wir schon“, sagt Jan-Gero Meyer vom Verein. Denn der Verein kümmert sich nicht nur um den Aufbau, sondern auch um das Holz für das Feuer. Daher sind die Mitglieder der Osterfeuertruppe Herberhausen schon seit Mitte November aktiv. Die Stämme für das Feuer wurden bei acht Einsätzen im Wald der Realgemeinde Geismar geschlagen. Immerhin anderthalb Langholztransporter brauchen die Herberhäuser für ihr Feuer. „Das ist ein bisschen was anderes als nur Strauchschnitt und Büsche übereinander zu schichten“, sagt Christian Krause nicht ohne Stolz auf das Herberhäuser Feuer, das als eines der größten in Südniedersachsen zählt und im Schnitt pro Jahr 2000 Besucher anlockt.

Seit 15 Jahren kümmert sich der Herberhäuser Verein um das Osterfeuer in dem Göttinger Stadtteil. „Es macht unglaublich Spaß“, sagt Stefan Ahlborn. In all den Jahren habe es in Herberhausen nie Probleme mit den von der Stadt Göttingen verhängten Auflagen gegeben, wie es in diesem Jahr etwa in Hetjershausen der Fall ist (Tageblatt berichtete).

Ahlborn und seine Vereinskameraden sehen ihre Arbeit als wichtige Traditionspflege, durch die auch die Gemeinschaft im Ort gestärkt werde. Beeindruckend etwa sei gewesen, als vor Jahren die aufgetürmten Holzstämme kurz vor Ostersonntag durch einen Windstoß umstürzten und „fast das ganze Dorf“ zum Wiederaufbau gekommen war. „Wenn beim Anzünden des Feuers die Besucher applaudieren ist das schon ein richtiger Gänsehautmoment“, sagt Ahlborn. Für ihn und die anderen Helfer Lohn der Arbeit.

Nicht nur in Herberhausen haben in den Dörfer der Region die Vorbereitungen für die Osterfeuer begonnen. Auf der Seite des Tageblatts finden sich Termine und Orte für Osterfeuer in der Region unter http://gturl.de/osterfeuer.

mib

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