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Aufführungen von und für Kinder und Jugendliche

Theaterfestival „DT – Am Puls“ Aufführungen von und für Kinder und Jugendliche

Sie liegen auf dem Boden, spielen „Möhrenziehen“. Dann rettet eine Superheldin ein versteinertes Mädchen. Mit dem Stück „Kinder Spiel Kinder“ hat der jüngste Spielclub des Deutschen Theaters sein Können bewiesen. Während des Festivals „DT – Am Puls“ treten alle Spielclubs bis Freitag, 16. Juni, auf.

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Das Deutsche Theater in Göttingen richtet vom 9. bis 16.06. das Theaterfestival "DT-Am Puls", für, von und mit Kindern und Jugendlichen aus.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Für, von und mit Kindern sei dieses einwöchige Theaterfestival, das am vergangenen Freitag begann, heißt es im Programm. Das wurde in „Kinder Spiel Kinder“ deutlich: Die Sechs- bis Neunjährigen führten kleine Szenen auf, im Publikum saßen viele Kinder und Jugendliche, auch aus anderen Clubs des DT, die miteinbezogen wurden. So wechselten sich Miniszenen im „Es war einmal…“-Märchenstil mit Spielen ab. Beim Spiel „Entscheide dich“ mussten sich die jungen Schauspieler und Zuschauer entscheiden, ob sie lieber riesige Ohren oder sieben Mägen hätten, in der Schlussszene wurde Stopptanzen gespielt.

Das Programm

Seit vergangenem Freitag bis zum kommenden Freitag, 16. Juni, führt jeden Tag mindestens ein Spielclub des Deutschen Theaters ein Stück auf. Am Dienstag, 13. Juni, steht um 16 Uhr das Stück „Hin und weg“ auf dem Programm, eine Kooperation mit dem Boat People Projekt. Um 20 Uhr beginnt „Let’s Play“, ein Stück des 16+-Clubs. Am Mittwoch, 14. Juni, um 18 Uhr und am Donnerstag, 15. Juni, um 17 Uhr wird der Club der Zehn- bis Zwöfjährigen „Auf (Satz) zur Südsee“ präsentieren. Den Festival-Abschluss bildet am Freitag, 16. Juni, um 10 Uhr die Uraufführung von „Zeit bezeugen – Kindheit in der NS-Zeit“. Außerdem wird um 20 Uhr das Stück „Irrungen, Wirrungen“ aufgeführt. Alle Stücke spielen im DT-2.

„Ich war die Superheldin“, erzählt die neunjährige Anna Engelbart, die zu den elf Kindern des Spielclubs gehört. Sie sei in dieser Spielzeit zum ersten Mal dabei gewesen, wolle aber gern weitermachen. „Ich liebe Theater, deswegen gucke ich auch gern zu“, sagt sie. Sie wolle sich vielleicht auch eine Aufführung der anderen Clubs ansehen.

Die ebenfalls neunjährige Karlotta Bartosch ist bereits die zweite Spielzeit in dem Jugendclub, wie sie erzählt. Einmal die Woche hätten sie sich mit dem DT-Club getroffen. „Am Anfang haben wir eher gespielt“, erzählt Henriette Ohlwein, die ebenfalls Mitglied im Club ist. Vor drei Wochen hätten sie dann mit den Proben begonnen.

„Das Stück haben die Kinder selbst entwickelt“, sagt Thilo Grawe, der gemeinsam mit Maren Röhrig die Spielleitung für das Stück des jüngsten DT-Clubs innehatte. Neben diesem gibt es noch vier Spielclubs im DT, die während des Festivals auftreten. „Das ganze Festival wird von der Theaterpädagogik geleitet“, erzählt Theaterpädagogin Gabriele Michel-Frei.

Dabei sind die Clubs vielseitig aufgestellt: Der 16+-Club begeht in seinem Stück „Let’s Play“ eine Zeitreise in das 20. Jahrhundert, das manche selbst nicht erlebt haben. Zwei Clubs haben sich an Büchern orientiert: die 13- bis 15 Jährigen an Franz Kafkas „Die Verwandlung“ – „Metamorphosis“ heißt das Ergebnis -, die Zehn- bis Zwölfjährigen an Erich Kästners „35. Mai“ – „Auf (Satz) zur Südsee“ haben sie ihr Stück genannt. Dass es nicht derselben Sprache bedarf, um sich zu verstehen, zeigt währenddessen das Stück „Hin und weg“, eine Kooperation mit dem boat people projekt.

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Von Redakteur Hannah Scheiwe

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