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Auftaktveranstaltung "Inklusion für Hörbehinderte" in Göttingen

Modellprojekt Auftaktveranstaltung "Inklusion für Hörbehinderte" in Göttingen

Die Audiotherapeutin Ulrike Wohlers, die auch für die Hörberatungsstelle des Gehörlosenverbandes Südniedersachsen tätig ist, würdigt schon im Vorfeld die Auftaktveranstaltung des Modellprojekts Inklusion am Donnerstag, 22. Januar. Denn bei der Veranstaltung ist laut Ankündigung für Unterstützung für Menschen mit Hörbehinderung gesorgt.

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Auftaktveranstaltung "Inklusion für Hörbehinderte" in Göttingen.

Quelle: dpa

Göttingen. In Göttingen habe es bislang nämlich noch keine Bemühungen gegeben, bei größeren Veranstaltungen, sei es kultureller oder politischer Art, dafür zu sorgen, dass Hörbehinderten eine Teilnahme ermöglicht werde, meint Wohlers.

Dabei seien Hörgeschädigte eine der größten Behindertengruppen. In Deutschland lebten etwa 14 Millionen Menschen mit Hörminderung. Diese Gruppe umschließe etwa 80 000 Gehörlose, 13 Millionen Schwerhörige unterschiedlichen Hör-Grades, und etwa 200 000 Spätertaubte. In Niedersachsen lebten etwa 1,4 Millionen Hörgeschädigte, „und es werden immer mehr“.

Hörminderung sei eine Kommunikations-Behinderung. Gehörlose Menschen könnten in Gebärdensprache mithilfe von Gebärdendolmetschern kommunizieren. Mittel- bis hochgradig Schwerhörige, Ertaubte und Spätertaubte mit Implantaten hätten normalerweise keine Gebärdensprachkompetenz, könnten aber mit technischen Hilfsmitteln an gesellschaftlichen Veranstaltungen teilhaben.

Bei der Auftaktveranstaltung sei nun für beide Gruppen der Hörbehinderten gesorgt. Es gebe Gebärdensprach-Dolmetscher und auch technische Unterstützung.

Die Auftaktveranstaltung für das Modellprojekt, mit dem die Inklusion in Stadt und Landkreis vorangetrieben soll, beginnt um 15 Uhr im Ratssaal im Neuen Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4. Informationen erteilt Klaus Baethge von der Geschäftsstelle Inklusion bewegen, Gartenstraße 25, unter der Telefonnummer 05 51/ 3 84 20 08 50. Die Geschäftsstelle wurde im Zuge des Projekt, das für zwei Jahre vom Land gefördert wird, eingerichtet.

Fax: 0551 / 506 520 0

E-Mail: K.Baethge@goe-we.de

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