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Aus Eros-Center wird Rote Perle

Wechsel im Rotlicht-Milieu Aus Eros-Center wird Rote Perle

Das ehemalige Eros-Center in der Göttinger Güterbahnhofstraße ist verkauft. Unter dem neuen Namen „Rote Perle“ hat das Bordell in der vergangenen Woche neu eröffnet.

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Rote Perle: neuer Besitzer, neuer Anstrich.

Quelle: Vetter

Nach außen in einem auffälligen Rot präsentiert sich das Gebäude. Rote Neonröhren weisen den Freiern den Weg. Im Internet lassen sich derzeit fünf „Hostessen“ finden, die dort ihre Liebesdienste anbieten. Seit 2008 hatte der ehemalige Eigentümer über Brandt Immobilien einen Käufer für das Flachdachgebäude gesucht. Preisvorstellung damals: 600 000 Euro. 27 Zimmer auf 480 Quadratmeter bietet das Haus. Die damalige Pacht lag zuletzt bei 4400 Euro.

Entsprechende Gerüchte, er habe das Etablissement in der Güterbahnhofstraße gekauft, weist der Göttinger Autohändler und Immobilienbesitzer Jony Bassil zurück. Das könne er sich mit Blick auf seinen guten Ruf gar nicht erlauben, sagt er auf Tageblatt-Anfrage. Stattdessen sucht Bassil, dem mehrere Immobilien im Bereich der Güterbahnhofstraße und des Kreuzbergrings gehören, bereits seit einem Jahr einen neuen Pächter für das ehemalige „Wölfis“ gegenüber der „Roten Perle“. Die vorerst letzten Pächter dafür waren vor mehr als einem Jahr mit ihrem Club Diamonds gescheitert. Seitdem steht die Lokalitäten auf zwei Etagen leer.

Derweil geht das Bordellgeschäft in der umstrittenen Villa Göttingen auf dem ehemaligen Glunz-Gelände in Grone weiter. Täglich ab 10 Uhr empfangen acht „hübsche charmante Girls mit Klasse“ ihre Kundschaft in der ehemaligen Industriellenvilla, die inzwischen von Baucontainern und Gebrauchtwagen umstellt ist.

Eigentlich verbieten die 2009 beschlossenen Änderungen im Flächennutzungsplan und Bebauungsplan das Angebot von Sexdienstleistungen in diesem Bereich. Für die Schließung des Bordells hatten sich in der Vergangenheit vor allem die Groner Sozialdemokraten eingesetzt. Bereits 2008, mit Eröffnung des Hauses , hatte die Stadt dagegen eine Untersagungsverfügung erteilt. „Dagegen läuft ein Klageverfahren. Mehr kann ich dazu gegenwärtig leider nicht sagen“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

Unterdessen steht offenbar in der Keplerstraße 1a die Neueröffnung eines Nachtclubs an. „Pleasure“ soll er heißen. Ab dem 4. März soll es dort mittwochs bis sonnabends ab 22 Uhr „sinnlich, verführerisch und anziehend“ zugehen, wie die leicht bekleideten Frauen versehene Pleasure-Werbung verspricht – in der Woche bis 2 Uhr, am Wochenende bis 5 Uhr. Im Angebot gibt es eine Burlesque-Show und Show-Dance.

Von Michael Brakemeier

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