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Aus Klassenräumen werden Büros

Bildungspaket läuft schleppend an Aus Klassenräumen werden Büros

Das Hann. Mündener Jobcenter des Landkreises ist umgezogen. In der umgebauten ehemaligen Außenstelle der Heinrich-Sohnrey-Realschule im Auefeld sind neben Jobcenter auch Jugend- und Sozialamt für den Altkreis Münden untergebracht.

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Neues Jobcenter im Auefeld in Hann. Münden: Sarah Huschenbett, Teamleiterin Leistungssachbearbeitung, berät eine Kundin.

Quelle: SPF

Damit gebe es nun eine dauerhafte und zentrale Anlaufstelle für alle Leistungsberechtigten aus Staufenberg, Münden und Dransfeld, sagte Landrat Reinhard Schermann (CDU) am Montag zum Start der neuen Außenstelle.

Hann. Münden ist neben Göttingen und Duderstadt einer von drei Standorten des „Jobcenter Landkreis Göttingen“. Bereits vor einem Jahr wurden Jobcenter- und Sozialhilfeaufgaben im Altkreis in Münden konzentriert. 2000 Quadratmeter Grundfläche wurden für 710 000 Euro renoviert. Aus Klassenräumen wurden 42 Büros, zwei Besprechungs- und vier Funktionsräume. Neben 30 Jobcenter-Mitarbeitern sind neun Mitarbeiter des Jugend- und drei des Sozialamtes hinter der Schule im Auefeld untergebracht. Ein großes Hinweisschild fehlt noch.

Mit 6427 Arbeitslosen konnte im März Schermann zufolge kreisweit der niedrigste Wert seit Beginn der Hartz-IV-Reform 2005 erreicht werden. Die Langzeitarbeitslosenquote sei von 9,3 Prozent 2006 auf jetzt 5,1 Prozent gefallen. Dies sei nicht nur auf die wirtschaftliche Lage, sondern auch auf die erfolgreiche Arbeit des Fallmanagements zurückzuführen. 2010 wurden rund 3650 Arbeitslose vom Kreis vermittelt.
Die Jobcenter im Landkreis verwalten auch das neue Bildungs- und Teilhabepaket. Im Landkreis gibt es rund 5700 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nach dem Sozialgesetzbuch II sowie 1728 Kinder in Haushalten, die Wohngeld beziehen, die anspruchsberechtigt sind.

Das Jobcenter Hann. Münden, Auefeld 10, zuständig für Dransfeld, Staufenberg und Münden, ist unter Telefon 0 55 41 / 9 99 14-40 zu erreichen.

  Bildungspaket
  Das neue Bildungs- und Teilhabepaket läuft schleppend an. Bundesweit sollen nur für zwei Prozent der Berechtigten Anträge gestellt worden sein. Der Bund will die Antragsfrist Ende April für rückwirkende Leistungen von Januar bis März deshalb verlängern. Im Jobcenter Münden wurden bislang 65 Anträge gestellt bei rund 750 Kindern und Jugendlichen. Familien, die von Hartz IV abhängen, aber auch Kindergeldzuschuss oder Wohngeld bekommen, können unter anderem Kosten für Vereine geltend machen.
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