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Aus Schlammloch wird Sport- und Dorfplatz

800 Stunden Arbeitseinsatz Aus Schlammloch wird Sport- und Dorfplatz

Überall toben Kinder vergnügt herum, die neuen Fußballtore mit Basketball-Aufsatz sind ständig belegt. Eltern und Großeltern genießen im Schatten der Bäume Kaffee- und Kuchen – vor dem neuen Pavillon mit seiner ungewöhnlicher Architektur singen die „Liederlichen“ fröhliche Lieder.

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Wettkampf-Spaß auf dem neuen und vor allem trockenen Bolzplatz: Torschuss mit Geschwindigkeitsmessgerät.

Quelle: Pförtner

Es ist eine Stimmung zwischen großer Familienfeier und Dorffest, und genau dafür ist die Anlage neben der Schule gedacht. Am Freitag haben die Groß Lengder ihren neue Dorfplatz eröffnet. Ein Spiel-, Sport- und Festplatz, den 80 Bürger in vielen Arbeitsstunden mit gebaut haben.
Auf dem früheren Bolzplatz hatten die Kinder nur im Sommer Spaß. Sobald es regnete, verwandelte er sich in eine große Matschkuhle. Das ärgerte die Groß Lengder seit Jahren. Eine Arbeitsgruppe aus Ortsrat, Grundschule, Förderkreis der Schule und Sportverein setzte sich vor knapp einem Jahr zusammen und suchte Lösungen. Entwickelt haben sie ein Projekt für alle Dorfbewohner – denn auch einen Thie- oder Festplatz gibt es im Dorf bisher nicht.

Jetzt gibt es einen richtigen kleinen Sportplatz mit Gummibelag, dazu Tore und Basketballkörbe. Ein „endlich trockener“ Platz, der für sportliche Aktivitäten, aber auch für Vorführungen bei Festen genutzt werden könne, erklärt Ortsbürgermeister Johannes Thiery (parteilos). Zur Straße haben die Mitstreiter einen Wall aus großen Steinquadern angelegt, der auch als Tribüne genutzt werden kann – ein Ballfangnetz soll noch folgen. Nebenan gibt es ein gepflastertes Sitzrondell mit architektonisch ungewöhnlichem Regenschutz und bepflanztem Dach – das neue „grüne Klassenzimmer“. Ein älteres Spielhaus und der alte Spielplatz sind fließend in das Ensemble eingebunden.

Es ist ein Dorfplatz von Bürgern für die Bürger. Denn etwa 80 Ehrenamtliche haben an elf Einsatztagen und in 800 Arbeitsstunden mit Schaufel, Karre und Muskelkraft geholfen, den Platz zu gestalten. Und nur durch den „erheblichen Anteil an Eigenleistungen konnte die Finanzierung aufgehen“, so Thiery. Etwa 44 000 Euro habe das Projekt gekostet. 6500 Euro seien von der Umweltlotterie Bingo gekommen. Aus dem „Leader“-Topf zur Regionalförderung sei ein Zuschuss in Höhe von 40 Prozent bewilligt worden.

Der Rat der Gemeinde Gleichen und der Ortsrat würden jeweils bis zu 10 500 Euro dazu geben. Neben verschiedenen Aktion, um Geld einzunehmen, würden dann noch viele Privatspender das Projekt unterstützen. Gefeiert haben die Groß Lengder ihren Dorfplatz mit Musik und einem „lustigen Jedermann-Vierkampf“: Weitsprung, Balancieren, Basketball und Schusskraft-Messung am Tor.

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