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Aus dem Boot fallen gehört mit dazu

Vereinigung Göttinger Faltbootfahrer bietet Leine-Pendel-Fahrt an Aus dem Boot fallen gehört mit dazu

„Er hat ein knallrotes Gummiboot“, singt Wencke Myhre in einem Schlager aus dem Jahr 1970. Sogar mehrere hat die Vereinigung Göttinger Faltbootfahrer (VGF), nicht nur in Rot, sondern auch in Orange und Blau.

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Sie haben auch ein knallrotes Polyethylen-Boot: Ulrike Schachtebeck und Werner Rehbein.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Aus Polyethylen, einem thermoplastischen Kunststoff sind die Sportgeräte. „Wie das typische Plastikgeschirr eben“, sagt Ulrike Schachtebeck, die zweite Vorsitzende der VGF und lacht dabei.

Faltboote, so wie im Vereinsnamen genannt, gibt es allerdings schon eine ganze Zeit nicht mehr bei den Göttingern. „Früher wurden diese Boote zusammengeklappt, mit in den Zug genommen, dann eine Fahrt auf einem Fluss gemacht, anschließend wieder eingepackt und dann wurde wieder zurückgefahren“, erzählt Werner Rehbein, der Präsident des Vereins. 80 Jahre wird die VGF in diesem Jahr, hat 122 Mitglieder, wovon allerdings zwei Drittel nur passiv sind. „Diese Mitglieder lieben die Gemeinschaft, halten den Verein zusammen“, ist Rehbein froh über den Zuspruch. Inzwischen sind viele aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr in Göttingen. „Wir haben aber Mitglieder, die inzwischen in Hamburg und sogar in Österreich leben, die aber immer noch gern vorbeischauen“, berichtet der Präsident.

Vorbeischauen lohnt sich am idyllisch gelegenen Vereinsgelände an der Kiesseestraße auf jeden Fall. „Im Frühjahr und im Sommer ist es hier einfach herrlich“, schwärmt Ulrike Schachtebeck. Interessierte sind den Göttingern jederzeit willkommen. „Bei uns kann man einfach unverbindlich einmal ausprobieren, ob diese Sportart etwas für einen ist“, sagt sie. Jeden Dienstag findet ein offenes Training statt, Beginn ist erstmals wieder nach den Osterferien. Badehose und Badeschuhe reichen, um einen Versuch zu unternehmen.

Die Grundvoraussetzung, um in ein Boot zu steigen ist, dass man schwimmen kann. Denn der Kontakt mit dem Wasser lässt sich manchmal nicht vermeiden, ist aber auch gewünscht. „Man sollte schon ein Gefühl dafür haben, wie es ist, aus dem Boot zu fallen, damit man sich nicht erschreckt“, gibt Rehbein wertvolle Tipps. Und so gehört das Herausfallen ebenfalls zum Übungsprogramm wie auch die Eskimorolle. „Viele denken immer, man ist in einem solchen Boot wie gefesselt. Dabei klemmen lediglich die Beine unter dem sogenannten Süllrand, und wenn das Boot umkippt, dann fällt man einfach heraus“, versucht der Vorsitzende zu beruhigen. Die VGF unternimmt innerhalb einer Saison die eine oder andere sogenannte Wanderfahrt, durchaus auch mit Übernachtungen. Die Wildalpen sind dabei ein beliebtes Ziel, wobei man für derartige Aktivitäten Paddel und Boot schon beherrschen sollte.

Beim Erlebnis Turnfest sind die Göttinger auch vertreten, bieten eine sogenannte Leine-Pendel-Fahrt an. Die Strecke geht vom Vereinsgelände bis zum Haus des Sports und zurück. „Wer schnell ist, der schafft das in zehn Minuten“, erläutert Rehbein. Eine Ausrüstung an diesen Tagen ist nicht nötig. „Man kann auch in Straßenschuhen kommen“, so Schachtebeck. Das Führungsduo war sehr angetan, als der Verein angesprochen wurde, sich an dem Großereignis zu beteiligen und seinen Sport zu präsentieren. „Wir können noch jede Menge Mitglieder verkraften“, sagt Schachtebeck und lacht dabei.

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