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Aus- und Umbaupläne mit Blick auf Radschnellweg in Rosdorf

Nadelöhr Ziegelei-Kreisel Aus- und Umbaupläne mit Blick auf Radschnellweg in Rosdorf

Vor allem morgens und am Nachmittag ist der Verkehrskreisel bei Rosdorf, der sogenannte Ziegeleikreisel, ein Nadelöhr. Außerdem haben es dort Fahrradfahrer schwer, durch die Verkehrsströme zu kommen.

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Schon jetzt ist der Verkehrskreisel nördlich von Rosdorf hochbelastet.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. Das ist ein um so größeres Problem, weil der künftige Radschnellweg Göttingen-Rosdorf über den Kreisel führen muss. Ein Gutachten zeigt jetzt Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Autofahrern ist das Problem bekannt: Aus Rosdorf fahren morgens sehr viele Fahrzeuge in den Kreisel ein – hauptsächlich, um nach Göttingen zu gelangen. Am Nachmittag ist die Göttinger Straße in umgekehrter Richtung dicht. Jedesmal staut sich der Verkehr. Täglich befahren den Kreisel etwa 25 000 Fahrzeuge, ergab eine Verkehrszählung im Juli 2014.

Das dürfte noch schlimmer werden, heißt es in dem Gutachten des Planungsbüros SHP Ingenieure aus Hannover: „Bei zunehmendem Radverkehr sind in Folge der Bevorrechtigung (von Radfahrern – Red) Wartezeiten im Kraftfahrzeugverkehr zu erwarten, die mit der Verkehrsfunktion im Kfz-Verkehr möglicherweise nicht zu vereinbaren sind.“ Zudem werde die Verkehrsbelastung des Kreisels künftig auf etwa 26 500 Fahrzeuge ansteigen.

Dazu kommen die Radfahrer. Fast alle von ihnen überqueren die Straße Am Flüthedamm an der Südostseite des Kreisels. Allerdings ist die Zahl der Radfahrer gegenüber derjenigen der Autofahrer verschwindend gering: Pro Stunde sind es nicht mehr als 65 Radfahrer.

Um die Radler sicher und mit möglichst wenig negativen Folgen für den Autoverkehr über den Kreisel zu leiten, schlägt das Ingenieurbüro einen Zweirichtungsradweg an der Ostseite der Göttinger Straße und eine deutliche Markierung und Aufpflasterung der Fahrradfurt am Flüthedamm vor. Weil der Radverkehr direkt und nicht über die Westseite des Kreisels geführt wird, würden Radfahrer diese Variante eher akzeptieren. Außerdem sei ein Umbau nur an der Ostseite der Göttinger Straße erforderlich. Andererseits sei es relativ teuer, den Radweg in südlicher Richtung auf vier Meter Breite auszubauen.

Die Nachteile der Alternativen seien allerdings größer, stellt das Ingenieurbüro fest. Vor allem in der südlichen Kreiszufahrt sei die Situation für Autofahrer unübersichtlich, wenn Radfahrer südlich des Kreisels zusätzlich die Göttinger Straße überqueren müssten.

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