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Ausbildung Jugendlicher mit Migrationshintergrund

Podiumsdiskussion in Hann. Münden Ausbildung Jugendlicher mit Migrationshintergrund

„Es ist bedauerlich, dass durchaus talentierte Menschen vielleicht nicht dieselben Chancen bekommen, weil sie gar nicht erst als Auszubildende in Betracht gezogen werden.“

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v.l. Jakob Epler, Hasan Akman, Rümaysa Üstünda, Susann Lambrecht, Harald Wegener, Hanan Cakmak-Basala und Sadik Senel.

Quelle: ef

Hann. Münden. Mit diesen Worten hat sich Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) für ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren in der Stadtverwaltung ausgesprochen. Wegener war zusammen mit Ausbildern und Auszubildenden Teilnehmer einer Podiumsdiksussion zum Thema: „Betriebliche Ausbildung – Chancen und Hürden für Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund“, die vom Integrationsbüro des Landkreises Göttingen und der Beschäftigungsförderung organisiert hat. Die Veranstaltung ist eil der Kampagne „Perspektive Ausbildungsberuf“.

Laut Bertelsmann-Studie hätten 58,9 Prozent der befragten Ausbildungsbetriebe noch nie eine Lehrstelle an einen Jugendlichen mit Migrationshintergrund verbeben, erfuhren die Teilnehmer der Veranstaltung. Hasan Akman, Vorstandsmitglied der Ditib-Gemeinde Hann. Münden, habe selbst erlebt, wie Bewerbungen mit ausländischen namen aussortiert worden seien, sagte er.

Susann Lambrecht, Vorstandsmitglied des Vereins Gesundheitsregion, wies darauf hin, dass es sich die Betriebe nicht leisten könnten, das Potenzial dieser Jugendlichen zu ignorieren. Angesichts der immer vielfältiger werdenden Gesellschaft, müssten auch die Mitarbeiter vielfältig sein. „Etwas anderes können wir uns auf Dauer nicht leisten“, sagte Lambrecht.

Integrationslotsin Hanan Cakmak-Basala kritisierte die mangelhafte Unterstützung in Bildungsfragen für Zuwandererfamilien. „Gerade Eltern in der ersten Generation einer Zuwandererfamilie sind mit der Aufgabe, ihre Kinder zu unterstützen, völlig überfordert“.

Weitere Aussagen der Podiumsteilnehmer auf der Facebookseite der Kampagne.

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