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„Homestory“ schwarzer Menschen

Blick in Geschichte und Gegenwart „Homestory“ schwarzer Menschen

Die Geschichte von Menschen mit schwarzer Hautfarbe in Deutschland, ihr Wirken und ihre gesellschaftlichen Beiträge, aber auch die Geschichte des Rassismus, der Verfolgung und Vernichtung schwarzer Menschen insbesondere im Nationalsozialismus sind – darum geht es in der Ausstellung „Homestory Deutschland“, die ab dem kommenden Wochenende im Foyer des Felix-Klein-Gymnasiums zu sehen ist.

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Anhand einzelner Lebensschicksale dunkelhäutiger Menschen will die Ausstellung auch aktuelle Probleme wie Diskriminierungen aufzeigen. 

Quelle: R

Göttingen. Mit der Ausstellung „soll den blinden Flecken der Geschichte und Gedenkpolitik ein sichtbarer und politischer Beitrag entgegengesetzt werden“, teilen die Initiatoren mit. Organisatoren der Ausstellung sind der DGB-Kreisverband Südniedersachsen-Harz, die DGB-Jugend mit ihrem bildungspolitischen Courage-Arbeitskreis und die Gruppe Femko in Zusammenarbeit mit der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland ISD-Bund.

Während schwarze Menschen in Deutschland in der offiziellen Geschichtsschreibung als eigenständige gesellschaftliche Gruppe kaum auftauchen, herrschten im öffentlichen Bild auch heute zumeist vorgefasste Vorstellungen nach kolonialen Wahrnehmungsmustern vor, heißt es in einer Ankündigung. Die Ausstellung soll zeigen, wie schwarze Musiker, Künstler, Wissenschaftler, Soldaten und Arbeiter in Deutschland lebten und wie sie bis heute wirken. Thema ist auch die Geschichte ihrer Ausschlüsse, ihrer Verfolgung, aber auch des Überlebens und Auflehnens. Es sei „höchste Zeit diese verdrängten Lebensgeschichten und kollektiven Erzählungen kennenzulernen und als wichtigen Teil in die Gedenkpolitik einfließen zu lassen“, meinen die Initiatoren der Ausstellung.

Die Ausstellung im Foyer des Felix-Klein-Gymnasiums, Böttingerstraße 17, wird eröffnet am Sonnabend, 14. Januar, um 18 Uhr. Marvin Ayodele Classow von der DGB-Jugend spricht mit Nadine Golly-Nyonato vom Verein ISD, dem Politikwissenschaftler Joshua Kwesi Aikins und der Historikerin Katharina Oguntoye zu gegenwärtigen Perspektiven im Gedenken und Erinnern, zu Schnittstellen deutscher Kolonialgeschichte und des Nationalsozialismus', zu rassistischen Kontinuitäten und Widerständen sowie zur Entstehung der Ausstellung und Sichtbarmachung Lebensrealitäten schwarzer Menschen gestern wie heute. Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 3. Februar wochentags von 8 bis 19 Uhr und an den Wochenenden von 10 bis 16 Uhr. Gruppenanmeldungen an goettingen@dgb.de

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