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Sparkasse macht Kostenaufstellung öffentlich

Nach Italienreise Sparkasse macht Kostenaufstellung öffentlich

Die Italienreise des Göttinger Sparkassensvorstands hat nicht nur in der Tageblatt-Leserschaft Fragen aufgeworfen. Jetzt trafen sich die Vorstände und Verwaltungsratsspitzen der niedersächsischen Sparkassen zu ihrer jährlichen Verbandsversammlung. In Gesprächen am Rande war der Italien-Trip Thema.

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Die Baustelle der Sparkasse Göttingen ist derzeit weihnachtlich dekoriert.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Sparkasse Göttingen hatte mit einer Informationsoffensive reagiert. So wurden die Kosten der neunköpfigen Reisegruppe auf der Sparkassen-Webseite detailliert aufgeschlüsselt. Vertreter der Sparkasse hätten am 7. und 8. November gemeinsam mit spezialisierten Fachberatern und der bauausführenden Projektentwicklungsgesellschaft EBR einen Termin in Südtirol bei einem Hersteller von Naturbelägen wahrgenommen, heißt es dort.

Auch warum man diesen Aufwand betrieben hat, erklärt Sprecher Michael Rappe in der Mitteilung. Man habe den vier maßgeblichen Aspekten bei der Auswahl eines Fußbodenbelags für den Neubau am Groner Tor Rechnung getragen: Kosten, Folgekosten, Qualität und sicherheitstechnische Anforderungen. Diese Auswahl sei mit Blick auf eine mindestens 30-jährige Nutzung in einem öffentlichen Gebäude „eine Entscheidung von erheblicher Tragweite“, sagt Rappe.

Auf der Kostenseite für diese Entscheidung stehen 3154 Euro. Darin enthalten seien 2523 Euro für die Fahrtkosten per Bahn, 200 Euro für die Verpflegung und 430 Euro für Hotelkosten inklusive Ortstaxe und Frühstück. „Pro Person sind dies für eine zweitägige Fahrt rund 525 Euro Kosten.“ Die Vertreter der EBR trügen ihre Kosten selbst, schließt Rappe die Aufstellung auf der Sparkassenseite.

Ein GT-Anruf an der Hotel-Rezeption im italienischen Sterzing brachte am Dienstagmorgen ein neues Detail hervor: Die Zimmer seien von der Firma Grünig gebucht und bezahlt worden. Rappe erklärte dazu unaufgefordert am Nachmittag, dass diese Rechnung von der Sparkasse beglichen wurde. Lediglich die Buchung des Hotels wurde vor Ort durch den Steinbruch vorgenommen. Weil „das Unternehmen über Kenntnisse vor Ort verfügt, insbesondere darüber, welche Hotels in der Nebensaison geöffnet haben“.

Durch die Begleitung der Berater seien der Sparkasse keine weiteren Kosten entstanden. Deren Honorare - Tagessätze liegen laut Bund Deutscher Unternehmensberater (BDU) branchenübergreifend bei durchschnittlich 1000 Euro - seien von Anfang an in das Gesamtinvestitionsvolumen einbezogen worden. „Daher sind für die Fahrt entsprechende Honorarkosten dort bereits abgebildet“, versichert Rappe gegenüber dem Tageblatt.

Die letzte Sitzung des amtierenden Verwaltungsrats der Sparkasse ist auf Freitag, 9. Dezember terminiert, die erste Sitzung des neuen, durch die Kommunalwahl veränderten Gremiums, wird wohl am Montag, 9. Januar, stattfinden. Am Donnerstag, 22. Dezember, tagt zudem der Zweckverband Sparkasse Göttingen.

Die Mitteilung der Sparkasse unter spk-goettingen.de

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