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Auszeichnung für Elisabeth Irtel von Brenndorff

Bundesverdienstkreuz Auszeichnung für Elisabeth Irtel von Brenndorff

Nie wollte sie etwas mit der Medizin zu tun haben – doch genau in diesen Bereich fällt die Tätigkeit, für die Elisabeth Irtel von Brenndorff nun mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden ist. Seit nunmehr elf Jahren pflegt sie ihren neurologisch schwer erkrankten Mann, der neben seinem Sprachvermögen auch die Fähigkeit, allein zu essen oder sich zu waschen, verloren hat.

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Freude über die Ehrung mit den engsten Freunden: Peter und Anke Dusche, Wilhelm und Sabine Hausen sowie Elisabeth Irtel von Brenndorff (von links) mit ihrem Mann Alexis.

Quelle: CW

Ein „leuchtendes Vorbild“ nannte Stadträtin Dagmar Schlapheit-Beck die Göttingerin, die „ihren Verdienst im Stillen erworben hat, ganz privat“. In einer Feierstunde überreichte die Sozialdezernentin der Göttingerin das Ordenszeichen und die Verleihungsurkunde. Sie selbst habe viel Respekt vor einer Frau wie Elisabeth Irtel von Brenndorff, die ihren Mann „unter allergrößtem persönlichen Einsatz jeden Tag voller Liebe, Fürsorge und Zuwendung pflegt“.

In Anwesenheit von Familie und Freunden bedankte sich die Göttingerin für diese Ehrung, vor allem bei den Studienkollegen und engsten Freunden von ihrem Mann Alexis. Aufgrund ihres Engagements sei es überhaupt zu dieser Auszeichnung gekommen, die sie jedoch gar nicht für sich behalten möchte: „So viele Menschen helfen mir Tag für Tag, diese Situation zu meistern. Da bleibt von der Medaille gar nicht mehr viel für mich übrig.“ Irtel von Brenndorff sehe den Orden als etwas an, den sie stellvertretend für all die Frauen annehme, die das gleiche vollbringen würden wie sie.

cw

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