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Autobahn 7: Staus, Unfälle, Baustellen

Viel Verkehr am Nadelöhr Autobahn 7: Staus, Unfälle, Baustellen

Eine kilometerlange Baustelle und starker Reiseverkehr – die Autobahn 7 zwischen Göttingen und Northeim stellt Autofahrer derzeit auf eine Geduldsprobe.

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Baustelle A 7: Gerade in der Ferienzeit stauanfällig.

Quelle: Pförtner

Allein in der Zeit zwischen dem 16. Juli und 3. August hat die Polizei 18 „größere Staus“ von mindestens zehn Kilometern Länge registriert, wie Heinz Kornrumpf, Leiter der Autobahnpolizei Göttingen, auf Tageblatt-Anfrage erläutert. Darunter ein 25-Kilometer-Stau am vergangenen Sonntag und einer mit 15 Kilometern Länge gestern.

Als Grund für die vielen Staus nennt Kornrumpf speziell für das vergangene Wochenende den Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg und das Ferienende in Niedersachsen. Ab Göttingen quälten sich die Urlauber durch die 18 Kilometer lange Baustelle bis hinter Nörten-Hardenberg. Wenn dann noch ein Fahrzeug im Baustellenbereich liegen bleibt, sei ein Stau nicht zu vermeiden. „Der kann dann schnell auf mehr als zehn Kilometer anwachsen“, sagt Kornrumpf. Das hat Auswirkungen auch für die Umleitungsstrecken: dichter Verkehr auch dort.

In den Staus kommt es immer wieder zu Unfällen. Im genannten Zeitraum hat die Polizei 33 Unfälle, 22 in Richtung Norden und elf in Richtung Süden, verzeichnet. „Rund 50 Prozent davon waren Auffahrunfälle wegen Unachtsamkeit“, sagt Kornrumpf. Meist verliefen sie glimpflich, ohne Schwerverletzte. Die Zahl der Unfälle bewege sich aber im Rahmen. Im Schnitt komme es pro Monat zu rund 80 Unfällen.

Jüngster Fall: ein Auffahrunfall gestern Nachmittag im Baustellenbereich zwischen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg. Dadurch entwickelte sich ein Stau von bis zu 15 Kilometer Länge. Auch für dieses Wochenende rechnen Kornrumpf und die Automobilclubs mit vollen Autobahnen. „Das Gedränge auf den Fernstraßen werde in beiden Richtungen groß sein“, meint der ADAC. Und der Auto Club Europa warnt, gerade an Baustellen könne es zu Staus kommen.

Erst im April 2012 soll nach Angaben von Udo Othmer, Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim, der sechsspurige Ausbau der A 7 zwischen Göttingen und Northeim beendet sein. Das Bauende für den südlichen Bauabschnitt zwischen Göttingen und Parensen ist bereits für Mitte Dezember geplant.

Wie lange täglich auf der Baustelle gearbeitet wird, liegt nach Othmers Angaben, im Ermessen der Baufirmen. Nach seiner Einschätzung werde dort mindestens 50 Stunden in der Woche gearbeitet, bei Ausnutzung des Tageslichtes. Im südlichen Abschnitt werde nach Bedarf auch am Wochenende gearbeitet. Wenn Mitte August im Nordbereich die Arbeiten beginnen, soll dort auch nachts gearbeitet werden, wie Othmer erläutert. Sonntagsarbeit sei für die Baufirmen aber schwierig, weil sie dafür Ausnahmegenehmigungen benötigten.

Derzeit laufen zwischen Parensen und Nörten-Hardenberg zunächst vorbereitende Arbeiten für den Ausbau. Ab Mitte August soll der Verkehr komplett auf die östliche Fahrbahn verlegt werden. Um dafür den Standsstreifen mitnutzen zu können, muss dieser verbreitert und „ertüchtigt“ werden, sagt Othmer. Nach einem dreiviertel Jahr werde der Verkehr auf die Westseite verlagert.

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