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Autobahndreieck Drammetal: Seit heute gilt Tempo 30 bei Nässe

Anstieg der Unfallzahlen Autobahndreieck Drammetal: Seit heute gilt Tempo 30 bei Nässe

Als Reaktion auf den Anstieg der Verkehrsunfallzahlen wurde im Autobahndreieck Drammetal und im Abfahrtsbereich von der A38 auf die A7 in Fahrtrichtung Kassel am Freitag, 26. September, zur Verhinderung weiterer Unfälle bis auf weiteres die Geschwindigkeit auf 30 km/h bei Nässe herabgesetzt.

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Unfallschwerpunkt Autobahndreieck Drammetal.

Quelle: Meder

Göttingen. Zusätzlich weisen Schilder auf eine bestehende Schleudergefahr bei Nässe hin. Die Maßnahme wurde mit der Autobahnpolizei Göttingen abgestimmt. Für den Aufbau der Beschilderung musste das AD Drammetal in Fahrtrichtung Kassel (A 7) am Nachmittag kurzfristig eine halbe Stunde gesperrt werden.

Die Auswertung der aktuellen Unfallstatistik für diese spezielle Unfallhäufungsstelle ergäbe, so die Polizei, dass es in diesem Jahr bereits zu 48 Verkehrsunfällen gekommen ist, allein 43 davon bei Nässe. Dabei wurden sieben Menschen leicht verletzt, so Burkhard Schramm, Leiter der Autobahnpolizei Göttingen. Damit ist der bisherige, im Jahr 2009 festgestellte negative Jahresspitzenwert von 40 Verkehrsunfällen, bereits zum jetzigen Zeitpunkt deutlich überschritten.

Nach der zunächst positiven Entwicklung der Unfallzahlen im Jahr 2010 (Laut Polizei gab es 15 Verkehrsunfälle), sei im Jahr 2011 erneut ein Anstieg auf 36 Verkehrsunfälle erfolgt. In der Folge wurden zusätzliche Warntafeln installiert. Geschwindigkeitsüberwachungen wurden intensiviert. Im Jahr 2012 war dann zunächst ein leichter Rückgang auf 29 Verkehrsunfälle feststellbar. Für 2013 stieg dieser Wert jedoch wieder auf 34 an.

Maßnahmen ohne Erfolg

Ursächlich für die Unfälle war nach Polizeiangaben in der Vergangenheit in den meisten Fällen eine nicht angepasste Geschwindigkeit überwiegend ortsunkundiger Verkehrsteilnehmer, die, insbesondere bei Nässe, durch den sich zuziehenden Auffahrtsbereich zur A7 "überrascht" wurden.

Vielfach sei auch ein Überholen unter Mitbenutzung der Sperrfläche im Bereich der Fahrbahnverengung zu beobachten gewesen, wodurch die Verkehrsteilnehmer dann ebenfalls mit zu hoher Geschwindigkeit in den Kurvenbereich eingefahren seien.

Auf Grund dessen wurde im letzten Jahr zusätzlich ein Überholverbot verfügt. Eine im Jahr 2013 erfolgte Griffigkeitsprüfung der Fahrbahn führte zu keinen konkreten Beanstandungen. Dennoch ist eindeutig feststellbar, dass immer wieder Fahrzeuge im Kurvenbereich bei Nässe auch trotz Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit verunfallen.

ots

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