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Awo Göttingen feiert 90-jähriges Bestehen

„Unabhängig und immer politisch“ Awo Göttingen feiert 90-jähriges Bestehen

Mit einer Zeitreise von den Anfängen bis zur Gegenwart hat die Arbeiterwohlfahrt Göttingen (Awo) ihren 90. Geburtstag gefeiert. Es waren nicht nur Reden und Festvorträge, die das Programm bestimmten. Auch über filmische Zeitzeugenbeiträge und Zeittafeln zur Geschichte der Göttinger Awo wurde informiert.

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Dagmar Freudenberg

Quelle: EF

Göttingen. Rund 110 Gäste waren zur Feier in die historische Fechthalle in der Geiststraße gekommen. Pünktlich um 20 Uhr hätten am Abend des 5. Oktober 1925 Frauen des SPD-Ortvereins Göttingen die Gründung der Göttinger Awo beschlossen, erinnerte sich Ulrike Witt, Vorsitzende im Awo-Ortsverein Göttingen. In der Folge habe man versucht, insbesondere für die weibliche Bevölkerung attraktiv zu sein. Witt lenkte ihre Rede auf die Sozialpolitik der Awo während der Weimarer Zeit: Die Awo habe einen Blick auf die gesellschaftliche Armut geworfen, Hilfe zur Selbsthilfe habe zu ihren Stärken gehört.

 
Die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) bedachte die Arbeit der Awo anschließend mit Adjektiven wie „zeitlebens sozialdemokratisch“, „unabhängig“, und „immer politisch“. Die Stärke der Awo sei ihr praktisches Handeln. Ehrenamtlichkeit sowie Hauptamtlichkeit prägten das Wirken der Einrichtung.

 
Diese beiden Eigenschaften wurden auch von Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und Landrat Bernhard Reuter (SPD) gelobt. Für Köhler ist die Awo nicht mehr wegzudenken im Sozialstaat, sie spiele in nahezu allen Lebensbereichen der Göttinger eine Rolle. Und für Reuter ist die Awo schlichtweg modern. „Sie passt in die Zeit und prägt die Gesellschaft.“ In vielen Bereichen, wo Land und Kommune soziale Entscheidungen treffen müssen, greife man auf die Erfahrungen der Einrichtung zurück.

 
Seit März dieses Jahres ist Dagmar Freudenberg Vorsitzende im Awo-Kreisverband Göttingen. Sie sieht das Thema Flüchtlingsbetreuung ganz oben auf der Agenda. Beispielhaft nannte sie das Wohnheim auf den Zietenterrassen, das die Awo gemeinsam mit weiteren Wohlfahrtsverbänden betreibt. mah

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