Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Integration in Göttingen und Malmö

Azubis präsentieren Maßnahmen Integration in Göttingen und Malmö

Göttingen und Malmö – zwei Städte mit einem Problem: die Integration von Flüchtlingen. Viele Verfahren sind in Schweden in geringerem Maße staatlich geregelt und werden deshalb sehr viel schneller umgesetzt. Zu diesem Fazit kommen die 29 Auszubildenden der Stadt und des Landkreises Göttingen.

Voriger Artikel
Jugendaktionstag in Göttingen
Nächster Artikel
Ford Focus brennt am Maschmühlenweg

Auszubildende der Stadt und des Landkreises Göttingen haben Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen in Malmö und Göttingen verglichen.

Quelle: r

Göttingen. Innerhalb ihres ersten Lehrjahres haben sie sich mit diesem Thema beschäftigt. Die Ergebnisse des internationalen Projektes „Integration von Flüchtlingen als Aufgabe der Kommune – Vergleich zwischen Malmö und Göttingen“ haben die Schüler am Dienstagvormittag im Ratssaal der Stadt vorgestellt. Im Fokus der Aufgabe standen die Probleme und Möglichkeiten der Integration von Flüchtlingen in den beiden europäischen Städten. Besonders bei der Unterbringung und dem Zugang zum Arbeitsmarkt konnten die Schüler Unterschiede feststellen. Während die Verteilung von Flüchtlingen in Deutschland staatlich nach dem Königsteiner Schlüssel geregelt sei, könnten sich die Immigranten in Schweden nach der Registrierung selbst Wohnungen suchen oder bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Das fördere die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge und verhindere Ghettobildung, wie es häufig in deutschen Städten mit zentralen Flüchtlingsheimen zu beobachten ist.

Ein weiteres Beispiel sei der Zugang zum Arbeitsmarkt, so die Auszubildenden. Um in Schweden zu arbeiten, benötigten die Flüchtlinge lediglich eine sogenannte LMA-Karte mit der sie sich als Asyl-Suchende ausweisen und erhalten damit eine schnellere Arbeitserlaubnis. Die Beschleunigung dieser Verfahren entlasteten die Kommunalverwaltungen in Schweden erheblich und trügen zu einer schnelleren Integration bei.

Die Daten für das Projekt haben die Auszubildenden seit September 2015 in Eigenrecherche gesammelt. Sie befragten Experten der Kommunalverwaltungen sowie Bürger in Göttingen und Malmö. „Ein Projekt von diesem Umfang zu bearbeiten, war sehr spannend“, fasst Auszubildender Julius Ruben Napp (20) seine Erfahrungen nach dem Vortrag zusammen. „Es ist für uns wichtig zu sehen, wie sich die Kommunalverwaltung mit diesen aktuellen Themen beschäftigt und wie intensiv darauf eingegangen wird. Außerdem hat die Arbeit an dem Projekt unseren Zusammenhalt und den Teamgeist gestärkt.“ sys

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016