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Bagger auf Umleitung behindert Verkehr

Baustelle auf Weender Ortsdurchfahrt Bagger auf Umleitung behindert Verkehr

Die nächste Baustelle: Groß war am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag die Wut vieler Autofahrer, die sich derzeit auf der alten B 3 von Bovenden in Richtung Göttingen quälen mussten. Doch die Einrichtung der Baustelle war ein Notfall und somit unvermeidbar, erklärt die Stadtverwaltung.

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Quelle: NR

Bovenden/Weende. Die alte Bundesstraße 3 dient derzeit vielen Pendlern und anderen Autofahrern als Ausweichstrecke, weil die neue B 3 in Richtung Süden derzeit gesperrt ist. Dementsprechend hochbelastet ist die Ortsdurchfahrt Weende. Doch seit Mittwoch ist die Straße halbseitig gesperrt – und ausgerechnet die Fahrbahn Richtung Süden. Nur einzelne Autos kamen an dem dort positionierten Bagger am Gegenverkehr vorbei. Dementsprechend gab es besonders zu Spitzenzeiten Stau und Stillstand bis zurück zur Pförtnerampel Roter Berg.

Bis dorthin lief der Verkehr aus Richtung Bovenden einigermaßen flüssig. Doch der dann folgende Stau trieb manchem Autofahrer die Zornesröte ins Gesicht. „Baustelle auf der Hannoverschen​ Straße stadteinwärts, in Höhe Altdorf, auf dass der Stau aus Bovenden morgens noch länger wird“, schimpfte Fahrlehrer Tobias Hillmann. „Sehr schlecht“ sei die Abstimmung, beschwerte sich ein Taxifahrer am Donnerstagmorgen. „Ich weiß nicht, wer sich sowas ausdenken kann“, grummelte ein anderer Autofahrer.

Doch: Die Stadt hatte keine Alternative. Die Baumaßnahme habe nichts mit Straßenbau oder Rohrverlegung zu tun, erklärt Detlef Johannson, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung. Vielmehr handele es sich um „eine Notfallbaumaßnahme der Göttinger Entsorgungsbetriebe“. An der Hannoverschen Straße sei an einem Gebäude eine Totalverstopfung des Schmutzwasser-Hausanschlusses aufgetreteten. hatte eine Totalverstopfung. Um ein Aufstauen der Brühe im Haus und damit weitere Schäden am und im Haus zu vermeiden, habe die Fahrbahn an der entsprechenden Schadensstelle unverzüglich geöffnet werden müssen. Unerlässlich damit auch, die derzeit stark belastete Hannoversche Straße einseitig zu sperren.

Allerdings sei ein Ende der Reparaturarbeiten abzuehen, erklärt Johannson: „Derzeit wird die Baugrube wieder geschlossen, und die Fahrbahn kann im Laufe des Freitags wieder für den Verkehr freigegeben werden.“

Die Baustelle sei ein Notfall und keineswegs geplant gewesen, versichert Johannson: „Wir haben keine Absicht, die Verkehrssituation in diesen Tagen durch neue Baustellen zu verschärfen.“ Deshalb habe die Stadt beispielsweise entschieden, die Sanierungsarbeiten am Autobahnzubringer / Bundesstraße 27 auf den Herbst zu verschieben.

Manche andere Verkehrsteilnehmer nahmen Stau und Fahrtverzögerungen auch sachangemessen hin, ohne den eigentlichen Sachverhalt zu kennen: „Was sein muss, muss eben sein“, meinte ein nur leicht genervter Autofahrer am Donnerstagmorgen. Im Laufe des Freitags sollte diese neuerliche Verkehrsbehinderung denn auch der Vergangenheit überantwortet werden und sich die Verkehrssituation von von Bovenden Richtung Göttingen entspannen. Denn zwischen Bovenden und der Pförtnerampel Weende-Nord/Roter Berg läuft der Verkehr derzeit flüssiger als in den ersten tagen der Sperrung der neuen B 3, sagen Bürger aus Bovenden.

Ausweichempfehlung ungenutzt

Zwar hat sich die Verkehrssituation von Bovenden Richtung Göttingen entspannt, aber vor allem in den Morgenstunden kommt es auf der alten Bundesstraße 3 im Pendlerverkehr immer noch zeitweise zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ein Grund: Nur noch wenige Autofahrer aus dem Raum nördlich von Weende benutzen die offizielle Ausweichstrecke über Parensen und Lenglern.

Dort sei auch morgens wenig bis sehr wenig Verkehr zu beobachten, sagen Pendler. Dabei ist die Umleitung nur unwesentlich länger als die Strecke über die alte B 3: Um die fünf Minuten mehr benötige man für die Ausweichroute.

Ortskundige Autofahrer empfehlen außerdem weiterhin die Fahrt von der Ausweichstrecke auf die B 27 (den ehemaligen Autobahnzubringer) und dann weiter über die Zufahrt zum Güterverkehrszentrum (B27-Abfahrt zum Globus-Baumarkt). Dort gelangt man ohne eine einzige Ampel zur Güterbahnhofstraße nahe der Innenstadt. Auch dort ist kaum jemand unterwegs.

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