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BBS Göttingen richtet Sprachlernklasse ein

Sprache, Kultur und Werte BBS Göttingen richtet Sprachlernklasse ein

Ein Projekt, das in den berufsbildenden Schulen Niedersachsens Fuß fasst, ist jetzt auch in Göttingen gestartet. Mit „Sprint“ möchte die Arnoldi-Schule Möglichkeiten für jugendliche Flüchtlinge bieten. Im Mittelpunkt stehen dabei das Erlernen der Sprache und das  Vermitteln von Kultur und Werten.

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Shamaqsod Mahmody (rechts) ist ein Teilnehmer des anlaufenden „Sprint“-Projekts an der Arnoldi-Schule. Zu den Inhalten gehört auch die intensive Arbeit am Computer, wie David Felix Ruhmland und Sascha Krafczyk erläutern.

Quelle: Hartwig

Göttingen. Mit der Einrichtung von Sprach- und Integrationsklassen („Sprint“) sollen sowohl schulpflichtige als auch nicht schulpflichtige Migranten zwischen 16 und 21 Jahren angesprochen werden. Ziel ist, die Teilnehmer mit der deutschen Sprache sowie der hiesigen Kultur vertraut zu machen, und sie über Praktika ans Berufsleben heran zu führen. Dazu hat die Arnoldi-Schule eigens zwei Klassen für jeweils 17 Teilnehmer eingerichtet. Die Flüchtlinge werden – terminiert über ein Jahr, und gemeinsam mit Schülern der Fachoberschule Wirtschaft – Unterrichtsinhalte erarbeiten und gestalten. Über zusätzliche sportliche und kulturelle Aktionen möchte man zwischenzeitlich auch einmal den Lernort Schule verlassen.
Dass es sich bei dem neu geschaffenen Angebot nicht nur um akute Hilfe handelt, verdeutlichte Schulleiter Rainer Wiemann während de Feierstunde am Mittwoch. Man müsse in Integration investieren, sagt er, und die Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) ergänzte: „Sprint“ sei ein Angebot mit hohem Praxisbezug und „Grundstein für gelingende Integration“. Das Projekt biete den Flüchtlingen Chancen, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. „Den Weg“, sagte sie den Jugendlichen, „werden wir mit Ihnen gemeinsam gehen.“ Für die zusätzlichen Klassen müssen Lehrstellen geschaffen werden. Hierfür stellt das Niedersächsische Kultusministerium zusätzliche Mittel für landesweit etwa 100 Neueinstellungen (rund 5,6 Millionen Euro) zur Verfügung, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Später haben die Teilnehmer die Möglichkeit, in das Regelangebot der berufsbildenden Schulen zu wechseln.

Von Markus Hartwig

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