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BGH hebt Vergewaltigungs-Urteil gegen Göttinger auf

Bei Aussage-gegen-Aussage-Konstellation Beweise "lückenhaft gewürdigt" BGH hebt Vergewaltigungs-Urteil gegen Göttinger auf

Drei Jahre ins Gefängnis wegen Vergewaltigung einer Bekannten in seiner Küche sollte ein 38 Jahre alter Göttinger. Dazu wurde er im Januar vom Landgericht verurteilt. Ihm bleibt die Haft vorerst erspart. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil jetzt aufgehoben. Der Prozess muss komplett neu verhandelt werden.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Leipzig. Der Fall hatte das Gericht von November 2014 an sieben Prozesstage unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschäftigt. Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte soll sein an einer Borderline-Erkrankung leidendes mutmaßliches Opfer durch Schläge und Schubsen verletzt und sie vergewaltigt haben. Allerdings hatten die verschiedenen Aussagen der Frau bei der Polizei, einem Arzt, einem Sachverständigen und im Gericht zahlreiche Widersprüche aufgewiesen. Das Gericht hatte dennoch dem Sachverständigen geglaubt, der Konstanz in der Schilderung des Kerngeschehens erkannt haben wollte. Der Angeklagte selbst hatte behauptet, es habe lediglich einvernehmlichen Sex gegeben.

 

Das Urteil ging wie angekündigt in die Revision. Verteidiger Johannes Mann hatte damit Erfolg. Die Beweiswürdigung überzeugte die Leipziger BGH-Richter nicht. Von "lückenhafter Beweiswürdigung in einer Aussage-gegen-Aussage-Konstellation" ist in der Entscheidung die Rede. Der Fall wurde zurückverwiesen und muss nun von einer anderen Kammer erneut verhandelt werden.

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