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Blühwiese und Bienenhotel am Kiessee

BUND-Kreisgruppe Göttingen Blühwiese und Bienenhotel am Kiessee

Der Kiessee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Göttinger, doch aus Sicht des örtlichen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kommt die Natur etwas zu kurz. Das soll sich nun ändern. Am Sonnabend sind die Voraussetzungen dafür geschaffen worden.

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Quelle: Heller

Göttingen. Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Göttingen haben südlich des Spielschiffes eine etwa 100 Quadratmeter große Blühwiese eingesät, die künftig Wildbienen und anderen Insekten Lebensraum und Nahrung bieten soll. Außerdem wurde ein Insektenhotel aufgestellt worden. Wenn in einigen Wochen blühende Landschaften das Auge von Spaziergängern erfreuen, dann werde auch das „Summkonzert ein Genuss für die Ohren sein“, ist sich Ricarda Prüßner vom BUND sicher.


Das Projekt sei über mehrere Monate zwischen Stadtverwaltung und dem Arbeitskreis Stadtgrün der BUND-Kreisgruppe Göttingen vorbereitet worden, berichtet Ralph Mederake vom Vorstand. Am Kiessee sei zwar alles für die Erholung schön gemacht, aber die Biodiversität, also die Vielfalt der Natur, sei weniger gegeben. Mederake wünscht sich, dass die Aktion vom Sonnabend nur ein Anfang ist und vielleicht noch weitere Flächen gefunden werden.

100 Quadratmeter habe der Bauhof für das Aussäen einer speziellen Wildblumenmischung vorbereitet, sagt Pauline Kratzat, eine der BUND-Aktiven, die die fast 20 Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 15 anleiten. Es seien größtenteils Kinder, die sich in den BUND-Gruppen Naturforscher und Junior Ranger engagierten. Mit dabei ist aber auch die sechsjährige Zara Yaman, deren Mutter Sonja im Tageblatt von der Aktion gelesen hatte. Weil ihre Tochter Insekten und Blumen möge, seien sie eigens aus Reyershausen zum Kiessee gekommen, um bei der Aktion mitzuhelfen.
Zunächst schneiden die Kinder aus Schilf gleich lange Röhrchen, die später in den aus Holz gezimmerten Kasten eingesetzt werden und das Insektenhotel bilden, in dem später Wildbienen ihre Eier ablegen oder überwintern könnten, erklärt Kratzat. Mit Aktionen wie diesen würden die Kinder spielerisch an Natur- und Umweltschutz herangeführt, sagt die BUND-Betreuerin. Der Kiessee sei als populäre und hoch frequentierte städtische Freifläche für solche Bildungs- und Informationszwecke gut geeignet, heißt es in einer Stellungnahme der Stadtverwaltung zum Projekt Blumenwiese. Deshalb werde die Initiative des BUND durch die Herstellung der Fläche und die Kostenübernahme des Bienenhauses unterstützt.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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