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Bachen im Göttinger Wildgehege bekommen 29 Frischlinge

Baby-Rekord am Kehr Bachen im Göttinger Wildgehege bekommen 29 Frischlinge

Kindersegen im Stadtwald: 29 Frischlinge sind in den vergangenen Wochen im Wildgehege am Göttinger Kehr zur Welt gekommen. „So viele wie noch nie“, sagt Dietmar Raab, Leiter der städtischen Revierförsterei Hainberg.

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Noch ganz klein und schlank: Fünf von 29 Frischlingen mit ihrer Mutter (Bache) im Wildtiergehege am Göttinger Kehr.

Quelle: Mischke

Göttingen. Nicht nur Kinder sind begeistert, wenn die kleinen gestreiften Frischlinge im Matsch umher wuseln oder sich in der Nähe ihrer mächtigen Mutter wärmend aneinander kuscheln. Fünf Bachen haben in den vergangenen Wochen laut Raab Nachwuchs bekommen - die vorerst letzte Ende vergangener Woche. 29 Frischlinge in einem Frühjahr - „das ist Rekord“. In guten Jahren habe es am Kehr bisher maximal 27 junge Wildschweine gegeben. Damit summiere sich die Rotte auf 38 Wildschweine, darunter drei Keiler. Mehr sollten es aber auch nicht werden, sagt Raab. Wenn zu viele Tiere im begrenzten Gehege leben, „gibt es Streit und wir müssen im Herbst reduzieren“.

Dennoch sind die städtischen Revierförster und ihre Mitarbeiter froh und stolz auf die Vermehrungsquote. Vor knapp zehn Jahren war die damalige schon sehr lange bestehende Rotte so weit degeneriert, dass es mehrere Jahre keinen Nachwuchs gab. „Der Genpool war am Ende“, erklärt Raab.

2009 holte die Forstverwaltung dann frische Gene: jeweils zwei Wildschweine verschiedenen Geschlechts aus dem Sauenpark Springe und dem Wildpark Hardegsen. Die neue Rotte lebte sich gut ein, hielt sich mit dem Nachwuchs aber zunächst noch ein wenig zurück. Erst vor vier Jahren legten die Wildschweine wieder los, seitdem gibt es wieder regelmäßig Nachwuchs am Kehr.

Und das manchmal auch an einem ungewöhnlichen Ort – zur Freude der Zaungäste. Vergangene Woche bekam eine der Bachen ihre Kinder ganz in der Nähe des Gatters und viele Besucher konnten die fünf neuen Frischlänge schon in den ersten Tagen ihres Lebens beobachten. Üblicherweise ziehen sich die Bachen in einen weiter hinten liegenden Unterstand mit Stroh zurück. Dort bauen sie eine Art Nest, in freier Wildbahn aus verrottenden Pflanzen, erklärt Forstamtsleiter Martin Levin. Darin hätten es die Frischlinge dann warm und kuschelig. Zu fressen bekommen die Wildschweine am Göttinger Kehr genug, versichert Raab – ein Pellet-Mischfutter aus Getreide und anderen Pflanzen. Sein Appell an die Besucher: „Bitte kein Futter ins Gehege werfen.“

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