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Badeparadies Göttingen: 500 Bade-Chips verschwinden spurlos

Kundin vermutet Abzocke durch Strafgebühr Badeparadies Göttingen: 500 Bade-Chips verschwinden spurlos

Pro Jahr verschwinden etwa 500 Eintritts-Chips für das Solebad im Göttinger Badeparadies spurlos. „Ein kleine und kaum relevante Menge“, sagt der Geschäftsführer der Sport und Freizeit GmbH (GöSF), Alexander Frey. Badegast Birgit Scheele hingegen mutmaßt in einem Brief an das Tageblatt, die Gesellschaft könne durch die fällige Strafgebühr mehr Geld einnehmen. Es sei denn, ein Systemfehler sei Ursache für das unerklärliche Chip-Verschwinden.

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Materialwert vier Euro: Eintrittschips für das Solebad im Badeparadies Göttingen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Scheeles Ärger beruht auf einem Badbesuch über die Weihnachtszeit. Nutzer des separaten Solebades im Badeparadies bekommen einen kodierten Extra-Chip, mit dem sie die Tür in den Sole-Bereich öffnen können.

Für den Chip gibt es einen Aufbewahrungsschlitz in den Schlüsselarmbändern für die Kleiderschränke. Aus diesem sei der Chip ihres Mannes beim Baden verloren gegangen, berichtet Scheele – zugleich bei zwei weiteren Gästen. Alle hätten fünf Euro Strafe zahlen müssen. Und ein Bademeister habe auch noch erklärt, dass die Chips reihenweise verloren gingen.

Gerade erst seien nach seiner Aussage 800 bis 1000 nachbestellt worden. Wenn der GöSF aber Mängel an den Chip-Halterungen bekannt seien, sei die Strafgebühr „Abzocke“, so Scheele.

Ohne Strafzahlung neuer Chip

Das weist Bäderchef Frey zurück. Pro Jahr würden „nur“ etwa 500 Chips verschwinden. Bei 90 000 immer wieder neu kodierten und ausgegebenen Chips pro Jahr sei das eine „eine verschwindend geringe Menge“. Das sei kein Systemfehler - „und schon gar nicht Abzocke“. Denn nur in 23 Fällen sei im vergangenen Jahr tatsächlich die fällige Verlust-Gebühr in Höhe von fünf Euro kassiert worden.

In den meisten Fällen werde sofort und ohne Strafzahlung ein neuer Chip ausgegeben, wenn ein Badegast den Verlust zum Beispiel im Wasser während seiner Schwimmzeit beim Bademeister meldet, so Frey. „Nur wenn ein Gast seine volle Badezeit ausnutzt und sich dann erst an der Kasse meldet, werden wir stutzig“, fügt er an. Denn „die wenigsten Chips fallen vom Armband ab“, so Frey.

Nicht selten würden Badegäste die kleinen Scheiben in der Hoffnung mit nach Hause nehmen, sie beim nächsten Besuch wieder verwenden zu können – für eine kostenlose Nutzung des Solebades oder des neuen Bewegungsbades. „Das geht aber gar nicht“, so Frey. Die 500 verschwundenen Chips würden jährlich durch neue ersetzt – Materialwert: vier Euro.

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