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Bahn-Chaos vergeblich gesucht

ICE-Streckensperrung Bahn-Chaos vergeblich gesucht

Ruhig geht es zu an diesem Sonnabend auf dem Göttinger Bahnhof. Weniger Reisende, aber mehr Bahnpersonal zum Ratgeben. Seit der Nacht gilt der veränderte Fahrplan wegen Sperrung der ICE-Strecke. Chaos wurde vorausgesagt. Das Gegenteil ist der Fall. Das haben zum Beispiel die vier Töchter der Familie Hoff festgestellt.

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Aus allen Himmelsrichtungen mit der Bahn: Familie Hoff mit Mutter, vier Töchtern, zwei Enkeltöchtern.

Quelle: Gückel

Göttingen. Die vier Hoff-Mädel gingen einst alle zum Felix-Klein-Gymnasium. Jetzt kommen sie aus allen Himmelsrichtungen: Köln, Bad Schwartau, Braunschweig, Kaufungen. Einmal im Jahr trifft man sich mit Mutter und eigenen Töchtern zum Kindertreffen. Diesmal zur Fahrradtour in Göttingen. Angesprochen auf die Bahnreise aus Köln gerät Sabine geradezu ins Schwärmen: "Ruhig, pünktlich, komfortabel und nicht so voll", sei der Zug gewesen. Genug Platz und Zeit zum Umsteigen mit Kind (sechs Monate) und Karre. Sie sei aber auch gut vorbereitet gewesen. Zweimal - zuletzt in der Nacht - habe sie per Mail von der Bahn die Nachricht mit den genauen Änderungen ihres Zuganschlusses erhalten. Dass sie eine halbe Stunde länger fahren würde als bei offener Schnellfahrstrecke, wusste sie so schon vor zehn Tagen. "Allerdings", wirft die ältere Schwester ein, die diesmal mit dem Auto gekommen ist: "Man braucht schon Bahn-Erfahrung und Internet." Ältere Gelegenheitsreisende könnten es schwerer haben.

Ein Professor im Vortragsmodus

Was zu überprüfen wäre: So ein Älterer steht vor der Anzeigetafel, vertieft in die unzähligen Hinweisen auf Änderung des Bahnsteigs. Schwer, ihn anzusprechen. "Das Gehirn konzentriert sich immer auf das nächste zu lösende Problem", ist Prof. Dr. Heinz Schirp noch ganz im Vortragsmodus. Der Autor des Werkes "Wie lernt unser Gehirn?" hat in Göttingen referiert und sucht nun Anschluss nach Kassel. Gemeinsam finden wir den Ausweichbahnsteig 8. Dort müssen auch die beiden muslimischen Frauen mit Kopftuch hin, die durch die vielen Verlegungen verwirrt sind und nun Hilfe suchen. "Sie können hier stehenbleiben und weiterhelfen", ruft der Gehirn-Professor dem Journalisten noch zum Abschied zu. Tatsächlich: Schon sucht ein älterer Abholer zwei avisierte Professoren zum Ehemaligen-Treffen. Er hat auf seinem Zettel Bahnsteig und Ankunftszeit dick ausgedruckt. Nichts davon passt zu dem, was die elektronische Anzeige ausweist. Aber da steht ja noch die Zugnummer. Auch das ist also schnell geklärt.

Judith Rahner

Grund zur Klage: Judith Rahner erreicht mit Verspätung Northeim.

Quelle: Gückel

Großes Bahnsteig-Durcheinander in Hannover

Einzig Judith Rahner aus Berlin, die in Northeim einen Vortrag hält, hat Grund zur Klage. Freitagabend gekommen, in Hannover großes Bahnsteig-Durcheinander. Dadurch den Anschluss verpasst, und erst zwei Stunden verspätet tief in der Nacht in Northeim angekommen. Aber das hatte noch nichts mit der Streckensperrung zu tun, sondern mit Messe und Barak Obama in Hannover.

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