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Bald noch eine Straße in Göttingen gesperrt?

Marode Gasleitungen Bald noch eine Straße in Göttingen gesperrt?

Schlechte Nachrichten für Pendler: Nach den Verkehrsbehinderungen auf der B27 und der A7 droht eine weitere Baustelle den Verkehr ab Ende August auszubremsen. Betroffen ist diesmal die Reinhäuser Landstraße, eine weitere Hauptverkehrsader für den Berufsverkehr.

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Quelle: Jan Vetter

Göttingen. Wie die Göttinger Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, seien Sanierungsarbeiten am Gasleitungsnetz unterhalb der Fahrbahn notwendig. Dies hätte eine halbseitige Sperrung für den stadteinwärts fließenden Verkehr zur Folge, die bis zu acht Wochen andauern könnten. Die Stadt und die Stadtwerke Göttingen AG, welche die Arbeiten ausführen, prüfen derzeit, ob die Bauarbeiten noch einmal verschoben werden können – zumindest so lange, bis andere verkehrsrelevante Baustellen abgeschlossen sind.

„Diese Arbeiten sind für die Versorgungssicherheit absolut nötig und eigentlich nicht mehr aufschiebbar. Das hätte leider Folgen für den Verkehr, die wir den Göttingerinnen und Göttingern angesichts der aktuellen und der zurückliegenden Probleme und Behinderungen durch Baustellen gern ersparen würden“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. „Deshalb gehen Stadt und Stadtwerke AG noch einmal gemeinsam in eine Abstimmungsrunde mit dem Ziel zu prüfen, ob eine weitere Verschiebung der Maßnahme in Betracht kommen kann.“ Bis Ende dieser Woche soll eine Entscheidung fallen.

Die Sanierung der Gasleitung sei bereits seit zwei Jahren für dieses Jahr geplant und schon einmal verschoben worden. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Danziger Straße und der Straße Am Markgraben. In diesem Bereich müssen an zwei Stellen die Gasleitungen erneuert werden, die die Reinhäuser Landstraße kreuzen. Dafür wird die Straße in zwei Etappen aufgerissen und der Verkehr jeweils einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Der stadteinwärts fließende Verkehr wird während der sechs- bis achtwöchigen Bauarbeiten umgeleitet. Für Autofahrer ist eine Umleitung über die Kiesseestraße, die Hauptstraße und die Geismar Landstraße vorgesehen. Busse fahren über die Kiesseestraße und die Groscurthstraße. „Das sind Umleitungsrouten, die sich vor Jahren beim Umbau der Reinhäuser Landstraße bereits bewährt haben“, sagt Johannson.

Einige Baustellen sorgen bereits jetzt für zum Teil erhebliche Beeinträchtigungen in der Stadt Göttingen. Besonders stark sind die Auswirkungen der Vollsperrung des Autobahnzubringers Weende (B27). Zwischen der Abfahrt Holtensen und dem Kreisel an der Autobahn bleibt der Zubringer voraussichtlich bis zum 18. August gesperrt, teilt die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. Immerhin können Autofahrer, die auf der A7 Richtung Hannover unterwegs sind, an der Anschlussstelle Göttingen-Nord seit Dienstag wieder in Richtung Weende abfahren.

Zwischen Göttingen und dem Dreieck Drammetal wird die Fahrbahn der Autobahn 7 bis zum 19. Oktober saniert. Je Fahrtrichtung stehen bis dahin nur zwei statt drei Fahrspuren innerhalb der Baustellen zur Verfügung, so die Landesbehörde.

Der Maschmühlenweg in Richtung Bahnhof, über den ein Großteil des Verkehrs aus Richtung Northeim kommend nach Göttingen rollt, ist zwischen Rinschenrott und der Einmündung der Straße zum Schützenplatz noch bis Ende des Jahres gesperrt.

Die B27 zwischen Hoffmannshof und Weender Krankenhaus ist stadteinwärts gesperrt, eine Umleitung eingerichtet. Dort entsteht bis Ende August eine Lärmschutzwand, teilt die Landesbehörde weiter mit.

Werden die Bauarbeiten an der Reinhäuser Landstraße tatsächlich wie geplant ausgeführt, haben Autofahrer aber spätestens Mitte Oktober freie Fahrt in Göttingen: Zumindest von Seiten der Stadtverwaltung seien in diesem Jahr keine weiteren Bauarbeiten mit nennenswerten Auswirkungen auf den Verkehr mehr geplant, so Johannson.

Von Verena Schulz

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