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Bank für Manser und gegen Tropenholz

Erinnerung und Mahnung an Göttinger Sitzbank Bank für Manser und gegen Tropenholz

Mit einem Schild an einer tropenholzfreien Sitzbank in der Fußgängerzone will die Stadt Göttingen an den Umweltaktivisten Bruno Manser erinnern. Manser hat sich für den Erhalt der Regenwälder eingesetzt. Gestiftet wird die Plakette von dem Seeburger Biobauern und Umweltaktivisten Ludwig Pape.

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Die Ehrung an einer Sitzbank solle zugleich eine Mahnung an die Stadt selbst sein, für Sitzbänke im öffentlichen Raum, Spielgeräte und andere Möbel kein Tropenholz mehr zu verwenden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Ehrung an einer Sitzbank solle zugleich eine Mahnung an die Stadt selbst sein, für Sitzbänke im öffentlichen Raum, Spielgeräte und andere Möbel kein Tropenholz mehr zu verwenden. Dieser Selbstverpflichtung habe sich die Stadt per Ratsbeschluss bereits vor vielen Jahren verschrieben, erklärte Pape jetzt im Umweltausschuss des Rates, aber immer wieder verwende auch die Stadtverwaltung Tropenholz. Nach seinen Beobachtungen gebe es zurzeit noch etwa 100 Sitzbänke an Wegen und in Parks, die aus diesem Holz gefertigt sind.

Die Nutzung von Tropenholz weltweit schade massiv den bereits bedrohten Regenwäldern, beklagen Umweltverbände immer wieder. Für ihre Schutz hatte sich der Schweizer Ethnologe und Umweltaktivist Bruno Manser mit medienwirksamen Aktionen eingesetzt und dabei auch auf Menschenrechtsverletzungen durch massive Waldrodungen Hingewiesen. Manser wird seit einem Einsatz in Malaysia vor 16 Jahren 2000 vermisst.

An den „Freund des Regenwaldes“ solle eine Plakette an einer Bank am sogenannten Vier-Kirchen-Blick am Göttinger Markt erinnern, teilte die Stadtverwaltung im Ausschuss mit. Sie solle auch den Appell „Kauft kein Tropenholz“ enthalten. Unterstützt wird der Stifter Pape von den Organisationen Greenpeace, Robin Wood, dem BUND und der Gesellschaft für bedrohte Völker. Im Rat hatten sich die Piraten für die Ehrung eingesetzt.

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