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Barteröder streiten über ihr Dörchen

Anti-Windkraft-Werbung Barteröder streiten über ihr Dörchen

Die Landfrauen aus Barterode zeigen sich entsetzt über einen Flyer der Bürgerinitiative Pro Barterode. Der Grund: Auf dem Flyer ist die neue Landfrauen-Skulptur des Ortes zu sehen – mit einem Anti-Windkraft-Schild in der Hand.

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Werk der Künstlerin Claudia Müller: Landfrauen-Skulptur in Barterode.

Quelle: Theodoro da Silva

Barterode. Die Landfrauen seien entsetzt, dass die schöne neue Skulptur, „über die wir uns sehr gefreut haben, von den Windkraftgegnern benutzt wird, um den Unfrieden im unseren Dorf immer wieder neu zu entfachen“, heißt es in einer Mitteilung.

Auf dem Flugblatt, dass in die Briefkästen im Ort verteilt wurde, sei die „unschuldige Skulptur“ per Fotomontage von den Windkraftgegner für ihre Zwecke missbraucht worden. „Wir sind bemüht, uns allen Einwohnern und dem Ortsrat gegenüber neutral zu verhalten“, heißt es dagegen in der Mitteilung der Landfrauen.

„Mit dieser Skulptur soll doch die vielfältige ehrenamtliche Arbeit der Landfrauen in unserem Dorf geehrt und anerkannt werden. Wir hoffen, dass sie in Zukunft von den Dorfbewohnern nur in diesem Sinne wahrgenommen und geachtet wird.“ Auf dem Flugblatt hat die Skulptur ein Schild in der Hand, auf dem „Keine Windkraft vor unserem Dorf“ zu lesen ist. Daneben ist wie bei einem Verkehrsschild ein durchgestrichenes Windrad in einem roten Kreis zu sehen. Die Bürgerinitiative wendet sich dagegen, dass im Zuge der Änderung des Flächennutzunsplanes ein Windrad-Gebiet östlich von Barterode ausgewiesen werden soll.

Die Figur spreche Probleme an, zu denen Ortsrat und Ortsbürgermeisterin schwiegen, sagte Thomas Stiller von der Bürgerinitiative. Die Figur selbst sei nie berührt werden, es handele sich lediglich um eine Fotomontage. Mittlerweile hat Pro Barterode in einem zweiten Flugblatt nachgelegt, in dem die Skulptur mit einer Sprechblase zu sehen ist. „Wir müssen aufpassen, dass unser Dorf nicht unter die Windräder kommt“, sagt die sie. Windräder würden nur noch mehr Ärger und Zwist im Dorf bringen. Die Skulptur verweist außerdem darauf, dass es auch noch andere Bürger und Vereine gibt, die mit einer Skulptur geehrt werden könnten.

Dieser Flyer hat die Landfrauen allerdings noch mehr auf die Palme gebracht, da er mit „Euer Dörchen“ – so lautet der Name der Skulptur – unterschrieben ist: Das „Dörchen“ werde als Maskottchen der Windkraftgegner missbraucht. „So etwas tut man nicht, das ist eine Frechheit“, heißt es. Es entstehe der Eindruck, als stünden die Barteröder Landfrauen geschlossen hinter den Windkraftgegnern: „Das ist nicht der Fall.“ Die Landfrauen-Skulptur an der Ecke Göttinger Straße / Adeleber Weg wurde erst kürzlich offiziell präsentiert. Sie soll laut Ortsbürgermeisterin Brigitte Bindseil (SPD) das ehrenamtliche Engagement der Landfrauen würdigen. Das Geld für die 2900 Euro teure Skulptur war im Wesentlichen über Spenden aufgebracht worden. Auch der Ortsrat beteiligte sich mit 500 Euro.

Der Entwurf für die Änderung des Flächennutzungsplans liegt derzeit öffentlich in Raum 13 im Rathaus Adelebsen, Burgstraße 2, aus. Die Unterlagen sind auch im Internet unter adelebsen.de einsehbar. Noch bis Montag, 3. August, können Einwände gegen die Planung eingebracht werden, die auch ein Windrad-Gebiet südwestlich von Adelebsen vorsehen

Flyer der Bürgerinitiative Pro Barterode

Flyer der Bürgerinitiative Pro Barterode

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