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450 Kubikmeter Beton für Weende

Bau von Appartementhaus an der Lutter schreitet voran 450 Kubikmeter Beton für Weende

Beton für Weende: Rund 60 Lkw-Ladungen Spezialbeton sind am Mittwoch für die Bodenplatte des neuen Appartementhauses der Wohnungsgenossenschaft Göttingen geliefert, in die Baugrube gepumpt und anschließend geglättet worden. Für die Anwohner bedeutet das rund 20 Stunden zusätzliche Lärmbelastung.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. Seit dem frühen Morgen haben die Lkw den Frischbeton für den östlichen Teil der 3400 Quadratmeter großen Bodenplatte der Tiefgarage angeliefert - pro Mischfahrzeug rund acht Kubikmeter, insgesamt 450 Kubikmeter oder 450000 Liter. Allein für dieses erste Viertel der Platte sind 160 Tonnen Stahl verbaut worden.

Der Beton habe eine überdurchschnittliche Güte, da dieser später wasserundurchlässig sein und Belastungen aus Tausalz von in der Tiefgarage parkenden Autos widerstehen soll, erklärte Genossenschaftsvorstand Carlo Scherrer. "Da es sich um die Bodenplatte des Hauses handelt und diese im Bereich der späteren Tiefgarage liegt, erfolgt im Anschluss ein nicht alltäglicher Arbeitsschritt beim Betonieren von Bodenplatten."

Im angehärtetem  Zustand wurde der Beton auf seiner Oberfläche geglättet, so dass diese für die spätere Nutzung als Boden in der Tiefgarage eben, glatt und dicht ist. Dazu fuhren dann ab dem Abend unter Flutlicht spezialisierte Betonfacharbeiter bis in die Nachtstunden mit selbstfahrenden Flügelglättmaschinen über die Oberfläche, um so letzte Luftblasen aus dem Beton zu treiben und ihn zu verdichten. Das erinnere an Autoscooter auf einer Kirmes, sagte Scherer.

Vorab hatte die Wohnungsgenossenschaft sowohl Anwohner als auch Polizei, Stadtverwaltung, Gewerbeaufsichtsamt und Medien informiert. Die Betonierarbeiten am Mittwoch waren nur der erste von vier Arbeitsschritten. Die weiteren Betonierarbeiten an der Bodenplatte würden ab dem 9. Januar erfolgen, sagte Scherrer. Aus technischen Gründen sei es unvermeidbar, dass die einzelnen Schritte rund 20 Stunden dauerten. Scherrer appellierte an das Verständnis der Anwohner. "Entlastung auf den Göttinger Wohnungsmarkt kann es nur geben, wenn gebaut wird", sagte er.

Die Wohnungsgenossenschaft baut zwischen Adam-von-Trott-Weg und der Bundesstraße 27 ein Appartementhaus mit rund 180 Plätzen in überwiegend Ein-Zimmer-Wohnungen. Eine Tiefgarage mit 70 Plätzen ist geplant. 16,5 Millionen Euro will sie investieren. Das knapp 150 Meter lange und zwischen 20 und 30 Meter breite Haus wird drei bis sechs Stockwerke haben und außer Gewerbeflächen rund 5000 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Nach Scherrers Zeitplan soll das Haus zum Wintersemester 2018 bezugsfertig sein. Erste Mietanfragen seien bereits eingegangen.

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