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Bauausschuss Göttingen berät über Ausbauvarianten

Neue Bäume, neue Möbel, neues Pflaster Bauausschuss Göttingen berät über Ausbauvarianten

Für den geplanten Umbau der Groner Straße spricht sich die Verwaltung für die sogenannte Variante 2 aus. Diese sieht unter anderem eine „vollständige Neugliederung der Baumallee“ vor. Der Umbau zwischen Zindelstraße und Groner-Tor-Straße soll im Frühjahr beginnen und 1,63 Millionen Euro kosten.

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„Unerquickliche Verhältnisse“: Eine Fahrbahnverengung wird es in der Groner Straße nicht geben. Ein Testlauf verlief wenig vielversprechend.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Grundlage für die Umgestaltung von knapp 5000 Quadratmetern Fläche in der westlichen Groner Straße soll das für alle Straßen der Göttinger Innenstadt entwickelte Gestaltungskonzept sein.

Durch neues Pflaster und neue Möblierung, so die Hoffnung der Bauverwaltung, soll ein „attraktives Umfeld für den Einzelhandel mit hoher städtischer Aufenthaltsqualität“ geschaffen werden. Zwar ist die Groner Straße immer noch eine wichtige Geschäftsstraße, aber:

„Die Gestaltung der Oberflächen von Gehwegen und Fahrbahn sind mit ihrem Klinkerbelag und dem Betonsteinpflaster nicht mehr zeitgemäß und führen durch zahlreiche Schad- und Flickstellen zu einem uneinheitlichen und unruhigen Erscheinungsbild der Groner Straße“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung zur nächsten Sitzung des Bauausschusses.

Die Ausbauvariante 2 sieht eine vollständige Neugliederung der Baumallee vor. So sollen die  vorhandenen, jungen Säulenhainbuchen umgepflanzt und in einen 2,4 Meter breiten Streifen  für die Möblierung und Anlieferverkehr integriert werden. Die Zahl der Bäume werde auf Wunsch der Bürger verringert.

Der Umbau der Groner Straße ist Auftakt für das neue Sanierungsgebiet Südliche Innenstadt im Rahmen des Förderprogramms „Aktiver Stadt- und Ortsteilzentren“, das vom Bund finanziert wird. Die Kosten des Straßenausbaus belaufen sich auf rund 1,63 Millionen Euro.Davon seien rund 740 000 Euro über den städtischen Haushalt zu finanzieren. Entsprechende Mittel seien ab 2015 bereitgestellt.

Der Umbau der Groner Straße ist am Donnerstag, 5. November, Thema im Bauausschuss des Rates der Stadt Göttingen. Die Sitzung beginnt um 16.15 Uhr im Neuen Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4.

Verengung hätte teure Folgen

Drei Tage hat die Stadtverwaltung Mitte Oktober auf Anregung von Anwohnern getestet, ob eine Verengung der Groner Straße auf 3,5 Meter in einem Teilbereich möglich ist. Mit niederschmetterndem Ergebnis: Das habe zu „unerquicklichen Verhältnissen“ geführt, kommentierte Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

Verhältnisse, die nicht nur den Lieferverkehr behinderten und dem Busverkehr erhebliche Verspätungen einbrachten, sondern bei dauerhafter Verengung der Groner Straße auch ins Geld gehen. „Eine Fahrzeitenerhöhung im Bereich der Groner Straße um eine Minute pro Richtung würde beispielsweise bewirken, dass zur Bedienung der Linie 80 in der Hauptverkehrszeit ein zusätzliches Fahrzeug eingesetzt werden müsste“, erläutern Betriebsleiter Thomas Zimmermann und Planerin Anne Engelmann von den Verkehrsbetrieben in einer Stellungnahme zu dem Testlauf.

Kosten: mindestens 90 000 Euro pro Jahr und Fahrzeug. Auch auf den Linien 41 und 42 könnte ein zusätzlicher Bus notwendig werden. Während der Testphase sei es am Morgen zu Verspätungen zwischen vier und elf Minuten gekommen. Und auch in den Zeiten, in denen kein Lieferverkehr den Busverkehr behinderte, habe es Verspätungen von einer bis anderthalb Minuten gegeben.

Unabhängig vom Busverkehr haben die GöVB-Mitarbeiter beobachtet, dass trotz der Sperrung der Groner Straße für den Durchgangsverkehr viele private Pkw die Straße nutzten. „Vor der Fahrbahnverengung konnte beobachtet werden, dass diese beschleunigten, um die Engstelle vor dem entgegenkommenden Fahrzeug zu erreichen. Dies widerspricht dem eigentlichen Ziel, eine Verkehrsberuhigung in der Groner Straße zu erreichen, deutlich.“

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