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Bauen statt mieten

Neues Verwaltungsgebäude des Landkreises könnte zwölf Millionen Euro kosten Bauen statt mieten

In einem geplanten Neubau will die Verwaltung des Landkreises Göttingen verschiedene Behörden zusammenlegen. Bei ihrer jüngsten Sitzung haben sich die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses mit dem rund zwölf Millionen Euro teuren Vorhaben einverstanden gezeigt.

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Thorsten Heinze (SPD).

Quelle: R

Göttingen. Ein Neubau und ein Umbau auf dem Carl-Zeiss-Gelände soll dem Vorschlag der Verwaltung zufolge Raum für rund 150 Mitarbeiter schaffen. Konkret schlägt die Verwaltung den Bau eines Verwaltungsgebäudes mit 5100 Quadratmetern Bürofläche an der Carl-Zeiss-Straße 5 vor. Das würde rund 9,75 Millionen Euro kosten und Raum für 90 bis 120 Kreisangestellte bieten. Durch Umbauten im nahegelegenen ehemaligen Carl-Zeiss-Gebäude sollen weitere 30 Arbeitsplätze entstehen.

Die Gesamtkosten von rund 11,8 Millionen Euro sollen sich nach Angaben von Patrick Dreimann vom Amt für Gebäudemanagement bis 2042 amortisiert habe, allein die Miete des Gothaer Gebäudes an der Geismar Landstraße koste rund 580000 Euro jährlich. Allerdings nennt die Behörde auch bauliche Mängel wie undichte Fenster und schlechte Schallisolierung am jetzigen Standort im Gothaer-Gebäude als Gründe des Vorhabens.

Außerdem sollen am neuen Standort mehrere, bisher im Stadtgebiet verteilte, Behörden zusammengelegt werden: Nach Angaben von Dreimann sind die Kreisvolkshochschule, Teile des Jugendamtes, des Jobcenters sowie des Kreisarchives im Gespräch - eines der Argumente, dass die Ausschussmitglieder bei ihrer jüngsten Sitzung überzeugte: Sie stimmten einstimmig für das Vorhaben.

Nur die Größe des Gebäudes bereitete den Ausschussmitgliedern zunächst sorgen. Die Behörden waren mit Zunahme ihrer Aufgaben zuletzt deutlich gewachsen - „nicht dass wir in drei Jahren wieder anfangen müssen, zu bauen“, sagte Thorsten Heinze (SPD). Weil die neuen Räume aber flexibel nutzbar und teilweise aufteilbar sein sollen, zerstoben die Bedenken schnell.

Nur für die jetzt im Carl-Zeiss-Gebäude untergebrachte Tischlerei-Abteilung der Berufsbildenden Schulen II könnte der Umzug Ungemach bedeuten: Sie müsste den Verwaltungsräumen weichen und soll nach Angaben von Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne) in der ehemaligen Kfz-Werkstatt der BBS untergebracht werden - was insgesamt allerdings rund 1,5 Millionen Euro kosten soll, von denen rund eine Million aber ohnehin demnächst für Sanierungsarbeiten ausgegeben werden würde.

Eine endgültige Zustimmung des Kreistags zu dem Vorhaben könnte bei dessen Sitzung am Dienstag, 22. Juni, zustande kommen. Danach würde die Detailplanung samt Ausschreibungsphase beginnen. Als Fertigstellungstermin ist das Jahr 2020 im Gespräch. hö

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