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Bauern fordern Hilfsmaßnahmen vom Staat

Landwirtschaft Bauern fordern Hilfsmaßnahmen vom Staat

Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind drastisch gesunken. Gleichzeitig steigen die Kosten. Nach Meinung des Landvolks muss die Politik mit einem Maßnahmenpaket gegensteuern. 

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Haben trotz Krise das Lachen noch nicht verlernt: Achim Hübner, Landwirt Andreas Hesse, Hubert Kellner (von links).

Quelle: Heller

„Vor zwei Jahren bekam ich für den Doppelzentner Weizen zwischen 23 und 25 Euro, derzeit sind es 11,50 Euro“, berichtet der Ossenfelder Landwirtschaftsmeister Andreas Hesse. Zusammen mit Ehefrau Antje Hesse bewirtschaftet er 150 Hektar Acker. Während sich die Verkaufspreise halbiert hätten, so der Bauer, seien die Kosten für Dünger, Pflanzenschutzmittel und Agrartechnik kräftig angestiegen. Bisher hätten sie noch nicht wieder das alte Niveau erreicht.

„Ähnlich kritisch sieht es bei den Milchbauern aus“, weiß der Geschäftsführer des Landvolks Göttingen, Achim Hübner. 2007 habe es für den Liter Milch 32 Cent gegeben, aktuell seien es 22 Cent. „Außerdem fordert das Finanzamt Steuernachzahlungen“, ergänzt der Vorsitzende des Landvolks, Hubert Kellner. Die Steuervorauszahlungen würden ohne Rücksicht auf die aktuelle Situation heraufgesetzt. Die Folge: Landwirte bekämen Liquiditätsprobleme. Das Landvolk fordert daher schnelle und unbürokratische Entscheidungen. Zudem sollte die Europäische Union im Sommer einen Abschlag auf Direktzahlungen leisten. Das werde vom Bundeslandwirtschaftsministerium bereits geprüft. Das Land muss nach Meinung des Landvolks mit Bürgschaften die Sonderprogramme der Landwirtschaftlichen Rentenbank absichern. Nur so könnten die Bauern von den niedrigen Zinsen ihrer Hausbanken profitieren. 

Mittelfristig setzen sich die Landwirte für eine Steuersenkung bei Agrardiesel ein. Die Franzosen müssten fast keine Steuern zahlen. Langfristig sei es Betriebsleitern über eine Risikoausgleichsrücklage zu ermöglich, sich auf Schwankungen der Marktpreise einzustellen. 

Von Michael Caspar

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