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Baugebiet für Grone: Rolf Georg Köhler will intensive Diskussion

„Jedes Gebäude entzerrt den Markt“ Baugebiet für Grone: Rolf Georg Köhler will intensive Diskussion

Ein neues Wohngebiet für Grone: Der Rat hat die Verwaltung einstimmig beauftragt, dem Bauausschuss für den Bereich zwischen Greitweg, Saline, Auf dem Greite und der Grone einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorzulegen.

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Quelle: Heller

Göttingen. „Die Ausweisung von kleinen Baugebieten liegt uns am Herzen“, sagte Renate Bank von der SPD, die den Ratsantrag eingebracht hat. Die Bevölkerung wachse, Göttingen werde immer beliebter und der Bedarf an Wohnungen steige, argumentierte sie. Die Vorteile des Groner Neubaugebietes seien die Nähe zur Innenstadt und, dass sich die Fläche zum größten Teil in städtischem Besitz befinde. Bei der CDU, so Hans Otto Arnold, renne die SPD mit ihrem Antrag „offene Türen ein.“

Patrick Humke (Linke) wies daraufhin, dass in der Stadt bezahlbarer Wohnraum fehle. In dem neuen Baugebiet sollten seiner Ansicht nach „hochpreisige Mieten“ nicht zugelassen werden. Horst Roth (Grüne) mahnte, wegen der angespannten Wohnraumsituation zügig mit der Ausweisung von Neubauflächen zu beginnen.

„Jeder Antrag in diese Richtung sei hilfreich“, sagte Oberbürgermeister Rolf Georg Köhler (SPD). Das Thema Wohnungsbau müsse „intensiv“ diskutiert werden. Die Stadt wachse, es fehlten Wohnungen für Familien und Studenten. Momentan sei zu beobachten, dass „hochpreisig“ gebaut werde. Aber: „Jedes neue Gebäude entzerrt den Markt.“

Für Köhler mangele es derzeit an drei Sachen, um dem Problem fehlender Wohnungen zu begegnen: Bauland, öffentliche Förderung und Zeit, um schnell Abhilfe zu schaffen. Immer mehr Auflagen verteuerten Neubauten. Bei Kosten von 2700 Euro für einen neugebauten Quadratmeter seien Mietpreise von 5,40 Euro nicht möglich. Problematisch sei laut Köhler, dass immer mehr Wohnungen aus der Sozialbindung fielen. Von einst 12 000 Wohnungen würden zum Ende des Jahrzehnts nur noch 1500 in der Sozialbindung sein.

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