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Baulücke am Geismarer Mittelberg

Nachverdichtung ja, aber wie viel ist verträglich? Baulücke am Geismarer Mittelberg

Wie viel Nachverdichtung – also das Nutzen freistehender Flächen innerhalb bereits bestehender Bebauung – verträgt die Stadt, und bis zu welchem Grad soll sie erfolgen? In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses entzündete sich daran eine Diskussion.

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Freiflächen am Mittelberg in Geismar.

Quelle: Heller

Geismar. Im konkreten Fall wollen die Eigentümer des Grundstückes Mittelberg 39 eine rund 3100 Quadratmeter große, ungenutzte Freifläche mit drei Gebäuden bebauen. 45 neue Miet- und Eigentumswohnungen mit zusammen 3500 Quadratmetern sollen hier inklusive 85 neuer Tiefgaragenplätze entstehen. Otfried Franke, von der Agentur Urban PR, stellte entsprechende Pläne vor. Diese seien gegenüber ursprünglichen Plänen von 2012 geändert worden, nachdem es Bedenken in Ortsrat und Bauausschuss gab. Nun solle ein Stockwerk weniger gebaut werden und die Bebauung zum Sandersbeek „kleinteiliger“ ausfallen, erläuterte Franke.

Stadtbaurat Thomas Dienberg erinnerte zwar an das „Bekenntnis Innenentwicklung vor Außenentwicklung“, auf das sich Verwaltung und Politik verständigt haben, aber die von Franke neu vorgestellten Pläne bereiteten ihm dennoch wegen der Gebäudeanzahl und der höheren Nutzfläche „Bauchschmerzen“.

Ulrich Holefleisch (Grünen), nannte es „sympathisch“, dass die Baulücke am Mittelberg geschlossen wird. „Wir wollen nachverdichten“, sagte er. Den sich daraus ergebenden Diskussionen müsse man sich stellen. „Für die Anwohner muss eine Nachverdichtung verträglich sein“, forderte Felicitas Oldenburg (FDP). Auch Hans-Otto Arnold (CDU) machte auf Einwände der Nachbarschaft aufmerksam. Es stellten sich immer die Fragen: Wie groß werden die neuen Häuser und wie viele werden gebaut. Der Umgang mit der Fläche am Mittelberg soll nun Thema bei der begonnenen Erarbeitung eines neuen Flächennutzungsplanes sein.

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Von Redakteur Michael Brakemeier

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