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„Umsatzeinbußen bei einigen Läden“

Baustellen-Folgen an der Groner Straße „Umsatzeinbußen bei einigen Läden“

Die Baustelle in der Groner Straße zwischen Papendiek und Zindelstraße ist eine Belastung für den Geschäftsbetrieb. Darin sind sich die befragten Inhaber der anliegenden Läden einig. Im März haben die Arbeiten begonnen. Seitdem ist die Straße für Auto-, Liefer- und Busverkehr gesperrt.

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Bummeln auf der Baustelle an der Groner Straße

Quelle: HW

Göttingen. Ulrike Pretzsch ist Inhaberin des Antiquariats No. 2 in der Groner Straße. Sie empfindet die Baustelle als geschäftsschädigend. Sie habe wegen des Umbaus weniger Laufkundschaft, berichtet sie. „Von den Stadttouristen werden auch einige abgehalten. Feste Kundschaft kommt schon hin und wieder, aber nicht mehr so oft wie früher“, sagte Pretzsch. Kunden, die mit dem Bus kommen, blieben auch weg, so die Geschäftsinhaberin. Außerdem sei der Baulärm störend für sie und ihre Kundschaft. „Wegen der Staubentwicklung muss ich die Bücher ständig abstauben“, sagt die Inhaberin des Antiquariats und fügt an: „Für Kunden ist es auch nicht so angenehm, verstaubte Bücher zu kaufen.“

Ali Baradaran, Inhaber des Computer-Service-Ladens „albasiba“, sagt: „Ich habe die Baustelle im ersten Monat nicht so gespürt. Im zweiten Monat war sie spürbar, weil die Busse nicht gefahren sind.“ Deswegen habe die Anzahl der Kunden drastisch abgenommen. Im April und Mai habe es Tage gegeben, an denen er sich gewundert hat, dass überhaupt Kunden kamen. Seitdem der Bürgersteig saniert ist, habe sich die Anzahl der Kunden auch etwas erhöht. „Aber solange die Busse nicht fahren, wird es auch nicht viel besser werden“, erklärt Baradaran. Den Lärm empfand er am Anfang als störend. Auch wenn es warm war, musste er das Fenster geschlossen halten. Jetzt habe er sich an den Lärm gewöhnt, so der Inhaber.

Auch Ingo Möwes, Inhaber von „Eins A Geflügel“, hat durch die Baustelle Kunden verloren. „Wir verlieren doch ordentlich Umsätze, die sich so zwischen 20 und 40 Prozent bewegen“, sagte Möwes. Seine Kunden würden den Lärm und die Staubentwicklung als störend empfinden.

Frederike Breyer, Managerin von Pro City, bezeichnet die Baustelle als belastend für die einzelnen Geschäfte in der Groner Straße. Sie habe Rückmeldung von Geschäften der Textilbranche an der Groner Straße, die über zweistellige Umsatzrückgänge klagten. „Wenn sich das zu lange hinzieht, kann das für ein Geschäft existenzbedrohend sein“, sagt sie. Für alle sei die Baustelle eine Belastung. Breyer hofft, dass alle Läden die Arbeiten gut überstehen. „Trotzdem ist es doch ein gutes Zeichen, wenn gebaut wird“, sagt die Pro-City-Managerin.

Pro City setzt sich für die Standortentwicklung der Innenstadt als Handels-Zentrum ein. „Es gibt Umsatzeinbußen bei einigen Läden. Wir freuen uns aber auch über zwei Neueröffnungen in jüngster Zeit in der Groner Straße. Eine Woolworth-Filiale hat Ende Juli eröffnet und das Geschäft „Die Nadelzeile“ Anfang September“, erklärt Breyer.

Von Alisa Altrock

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