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Bauverein Münden plant Wohn- und Geschäftshaus

Meinungsbild der Fraktionen Bauverein Münden plant Wohn- und Geschäftshaus

Mit Blick auf die derzeitige Niedrigzinsphase wünscht sich der gemeinnützige Bauverein Münden ein möglichst zügiges Signal aus Politik und Verwaltung. Das Unternehmen möchte nämlich auf dem Grundstück Am Plan zwischen Schloss und Hampeturm ein Wohn- und Geschäftshaus bauen.

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Zwischen Schloss und Hampeturm am Rande der Mündener Altstadt möchte der Bauverein ein Wohn- und Geschäftshaus bauen. Zurzeit wird das Gelände an der Straße Am Plan als Parkplatz genutzt.

Quelle: Meder

Hann. Münden. Denn nach Auffassung von Geschäftsführer Jörg Wieland könnte im Falle steigender Zinsen „bei einem Engagement von über zehn Millionen Euro die Wirtschaftlichkeit schnell auf der Strecke bleiben“.

Laut Wieland sei die Idee des Bauvereins, das derzeit als Parkplatz genutzte Grundstück der Kommunalen Dienste Münden (KDM) zu bebauen, nicht neu. Bereits im Mai 2014 sei das signalisiert worden. Jetzt präsentierte der Bauverein seine aktuelle Vorplanung.

In nichtöffentlicher Sitzung wurden die Fraktionen im Stadtentwicklungsausschuss informiert. Laut Stadtverwaltung habe bei der Projektvorstellung aber fraktionsübergreifend zusätzlicher Informationsbedarf bestanden. Zwischenzeitlich habe das Unternehmen den Fraktionen ein Exposé zukommen lassen.

Geplant ist ein Lebensmittelnahversorger mit etwa 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Man habe bereits Kontakt zu Tegut aufgenommen, sagt Wieland. In den beiden Obergeschossen und dem Dachgeschoss seien etwa 600 Quadratmeter für Büro- und Geschäftsräume sowie für etwa 45 Wohnungen vorgesehen. Zudem ist eine Tiefgarage geplant, die rund 80 Stellplätze bieten soll. Ein Blockheizkraftwerk könnte das gesamte Quartier zudem mit Energie versorgen, so Wieland.

Für die Gestaltung des Wohn- und Geschäftshauses will der Bauverein einen Architekturwettbewerb ausschreiben, kündigt Rolf Vogt, technisches Vorstandsmitglied beim Bauverein, an. „Alles ist möglich“, sagen Wieland und Vogt, die die Investitionssumme mit etwa 14 Millionen Euro angeben. Auch eine mit Sandstein verkleidete Fassade oder aber eine Fassade mit Glas und der Optik ähnlich eines Fachwerkhauses sei vorstellbar.

Beide sind überzeugt, dass das Projekt sich gut in die Umgebung anpassen und das Quartier voranbringen werde. „Bevor wir aber konkret weiterplanen können, müssen wir wissen, ob wir das Grundstück bekommen“, unterstreicht Wieland.
Die Stadt verfolge das Entwicklungsziel, „die Altstadt als Versorgungszentrum zu stärken und möglichst einen zusätzlichen Lebensmittelmarkt als Nahversorger anzusiedeln“, heißt es in einer Mitteilung.

Das Grundstück des Parkplatzes Am Plan eigne sich für vielfältige Nutzungen. Ein Lebensmittelmarkt wird als Frequenzbringer nicht nur für den innerstädtischen Einzelhandel gesehen, sondern stärke als Nahversorger auch die Altstadt als Wohnstandort. „Letztlich muss der Stadtrat entscheiden, ob und für welche Nutzung das Grundstück zur Verfügung gestellt werden soll“, so die Verwaltung weiter.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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