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Bedenken gegen neues Baugebiet in Groß Schneen

Erst Votum des Ortsrates hören Bedenken gegen neues Baugebiet in Groß Schneen

Das geplante neue Baugebiet an der Ludolfshäuser Straße in Groß Schneen findet in der Politik nicht auf Anhieb Befürworter. Der Bauausschuss verweigerte den Plänen am Donnerstagabend den Beschluss und will erst ein Votum des Ortsrates Groß Schneen hören.

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Ortseingang Groß Schneen, Ludolfshäuser Straße.

Quelle: Hinzmann

Groß Schneen. Auch von den Bürgern kommt Kritik. Der ehemalige Ortsbürgermeister Hartwig Giebel (SPD) formulierte diese so: Die Politiker sollten zu ihren Wahlaussagen stehen: kein unnötiger Flächenverbrauch, stattdessen Innenverdichtung, ein Programm Jung kauft Alt und Bemühungen zum Mehrgenerationenwohnen.

Wie Giebel kritisierten auch andere Politiker wie Heinrich Harriehausen (CDU), dass das Entwässerungsproblem in Groß Schneen nicht gelöst sei. Giebel forderte für „viele Mitbürger“ erst die Umsetzung eines Kanalkonzeptes, ehe ein neues, 3,7 Hektar großes Wohnbaugebiet neu angeschlossen werde, zumal die „Nachfrage nach Bauland überschaubar“ (Giebel) sei.

Dem trat Bauamtsleiter Jürgen Schäfer entgegen: Es gebe in ganz Groß Schneen nur noch sechs Baulücken, von denen zwei von den Eigentümern verplant seien. Auch in Klein Schneen gebe es nur noch einen einzigen Bauplatz, in Friedland zwar sechs, aber auf dem Hagen, der schwer zu vermarkten sei. In Niedernjesa sei ein neues Baugebiet vorerst gescheitert. Groß Schneen sei der Zentralort, in dem Entwicklung zuzulassen sei. Und die Gemeinde habe 17 ernstzunehmende Anfragen nach Bauflächen.

Die Pläne der Gemeinde sehen auf 3,7 Hektar 36 bis 38 Grundstücke zwischen 550 und 1100 Quadratmetern vor. Drei Planvarianten wurden dem Ausschuss vorgestellt: einer mit 26 Einfamilien- und zehn Mehrfamilienhäusern, einer mit einer Ringstraße als Erschließung und 38 Grundstücken sowie einer mit geschwungen angelegten Straßen und lediglich vier Mehrfamiliehäusern. Nur beim simpelsten Entwurf, so hatte die Erschließungsgesellschaft zuvor errechnet, werde man bei weniger als 130 Euro je Quadratmetern inclusive Erschließungskosten bleiben können. Die anderen Pläne erzeugten Quadratmeterpreise bis zu 150 Euro.

Zur Regenrückhaltung innerhalb des Baugebietes sagen die Pläne – man befindet sich erst in der Bauleitplanung – noch nicht viel aus. Es werde ein Rückhaltebecken oder Rückhaltekanäle geben, so Schäfer. Eine Reihe von Anregungen (etwa Dachflächen nach Süden für Photovoltaik) der Ratsmitglieder, so Karl Emde, solle die Verwaltung bis zur Ortsratssitzung möglichst noch in den Entwurf einplanen.

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