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Beginn der Herbstsaison auf dem Göttinger Wochenmarkt

Apfel, Kürbis, Zuckermais Beginn der Herbstsaison auf dem Göttinger Wochenmarkt

Je tiefer im Jahr, desto länger wird die Saisonliste der Gartenfrüchte. „Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah! / Die Luft ist still, als atmete man kaum, / und dennoch fallen raschelnd, fern und nah, /die schönsten Früchte ab von jedem Baum“, schrieb der Dichter Friedrich Hebbel (1813-1863).

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Bunt und köstlich: Auf dem Wochenmarkt sind die Kürbisse ein echter Hingucker.

Quelle: Hinzmann

Die Monate September und Oktober sind deshalb wohl die ertragreichsten für Gärtner. Auch das Angebot auf dem Göttinger Wochenmarkt lässt die Handschrift des Herbstes erkennen.

Äpfel, Heidelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren sollten jetzt geerntet und verspeist oder zu leckeren Marmeladen verarbeitet werden, wie im Biolandbetrieb Rodegro in Friedland, für den die Studentin Josephine Degebrodt derzeit auf dem Wochenmarkt Marmeladen verkauft. Mit Mischungen wie „Quitte-Apfel-Ingwer“, „Himbeer-Apfel“ oder „Rhabarber-Himbeer“ sind die Gläschen gefüllt. „Die kocht meine Chefin selbst ein“, erzählt Degebrodt. Ihre Lieblingssorten sind Marmeladen mit Johannisbeeren, „weil die so aromatisch sind“.

Am Stand nebenan stehen zwischen Äpfeln, Kartoffeln und Zwiebeln einige Körbe mit Steinpilzen. Eine längere Menschenschlange spricht für die Exklusivität des Angebotes. „Die haben wir nicht immer, Steinpilze werden ja nicht gezüchtet“, sagt der junge Mann hinter dem Tresen, der Steinpilz für Steinpilz vorsichtig in Papiertüten verpackt und auf die Waage legt. Schnell sind die Körbe geleert – bis zur nächsten Lieferung aus dem Wald.

Auf dem Wochenmarkt hat auch die Kürbissaison begonnen. Speise- und Zierkürbisse verkauft unter anderem Roswitha Wulf – nebst Sonnenblumen und Zuckermais. Letzteren schätzt sie auf die klassische Art zubereitet – mit ein wenig Zucker und Butter etwa zehn Minuten kochen, dann mit Butter und Salz direkt vom Kolben knabbern. „Manche kochen den Mais auch in Milch, aber das flockt so aus“, sagt die Parenserin. Auch Sonnenblumen stehen bei Wulfs noch in voller Blüte, „die gibt es bei uns ab Juli bis zum ersten Frost“. Sogar für Allergiker sind manche Sorten geeignet: „Wir führen auch die pollenarmen.“ Beliebt sind die bei Ladenbesitzern auch zu Dekorationszwecken, verrät einer der Wulfschen Kunden: „Die streuen nicht so auf die Waren.“

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