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Behindertenbeirat Göttingen: Absage an „Nette Toilette“

Was geschieht mit WC-Containern? Behindertenbeirat Göttingen: Absage an „Nette Toilette“

Die fünf öffentlichen, behindertengerechten Toilettencontainer in der Göttinger Innenstadt sollen erhalten bleiben. Auf diese Forderung habe man sich beim jüngsten Treffen noch einmal verständigt, sagt Regine Rohmann vom Behindertenbeirat. „Etwas Besseres gibt es in Göttingen nicht, weil sie jederzeit nutzbar sind.“

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Bis 2019 wird es die Toiletten-Container mindestens noch geben.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das Problem: Der Vertrag mit dem Betreiber, der Wall AG, läuft 2019 aus. Für die Zeit danach gibt es noch kein Konzept. Nur so viel sei klar, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson: Das Projekt „Nette Toilette“ werde „bei weiteren Überlegungen vermutlich keine große Rolle mehr spielen“.

Die Stadt hatte vor einem Jahr vorgeschlagen, die Container-Toiletten aufzugeben und stattdessen nach dem Prinzip der „Netten Toilette“ die Gastronomen der Stadt mit ins Boot zu holen. Die sollten dann gegen eine Aufwandsentschädigung ihre Toiletten auch Nicht-Kunden zur Verfügung stellen. Dafür, dass die Wall AG die Toilettenanlagen auf ihre Kosten betreibt, stellt ihr die Stadt kostenlos Werbestandorte zur Verfügung. Daher will sie diese vergebenen Flächen selbst bewirtschaften.

Viele der Kneipen-WC seien aber gar nicht behindertengerecht, sagt Rohmann. Das habe jetzt ein Projekt von Schülern der BBS III ergeben.

Auch der Bauausschuss hatte das Prinzip „Nette Toilette“ abgelehnt und beschlossen, dass die Toilettencontainer auch nach dem Ablauf der Verträge mit dem Betreiber erhalten oder ersetzt werden sollen.

Die Verwaltung werde dazu rechtzeitig ein Konzept entwickeln, betont Johannson. „Zeit genug ist da. Den Ausschuss haben wir entsprechend informiert. Es hat sich dagegen kein Widerspruch erhoben.“

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