Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Behörden ermitteln seit acht Monaten nach Wohnungsbrand in der Kasseler Landstraße in Göttingen

Betrugsversuch oder technischer Defekt? Behörden ermitteln seit acht Monaten nach Wohnungsbrand in der Kasseler Landstraße in Göttingen

Ein Feuer in der Kasseler Landstraße am 19. April beschäftigt noch immer die Ermittlungsbehörden. War es Brandstiftung, um die Hausratversicherung zu betrügen? Oder war doch ein technischer Defekt Auslöser des Feuers. Die Versicherung weigert sich acht Monate nach dem Feuer noch immer zu zahlen.

Voriger Artikel
Holzhütte in Internationalen Gärten in Göttingen brennt
Nächster Artikel
Silvesterpartys in Göttingen und Umgebung
Quelle: Heller

Grone. Gebrannt hatte es in der Nacht zu Sonntag kurz vor Mitternacht in der Wohnung einer Mutter mit zwei Kindern. Der Ehemann war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht anwesend. Die Polizei war seinerzeit von einem Schaden in Höhe von rund 80 000 Euro ausgegangen. Die Bewohner waren durch Rauchgas leicht verletzt worden und fanden Unterkunft bei Bekannten. Die Wohnung war nicht mehr bewohnbar.

Bei den Brandermittlungen fiel auf, dass die Mieter der betroffenen Wohnungen seit längerer Zeit wegen Zahlungsrückständen mit dem Vermieter im Streit lagen. Nach juristischen Auseinandersetzungen war ein endgültiger Auszugstermin der Großfamilie für Mai zugesagt. Obwohl der Umzug schon bevorstand, hatte die Familie, die auch sonst bei Polizei und Justizbehörden nicht unbekannt ist, unmittelbar vor dem Brand eine neue Hausratsversicherung abgeschlossen. Diese, so bestätigt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen der Polizei, sei auch noch „erheblich überdimensioniert“ gewesen. Das habe den Anfangsverdacht der vorsätzlichen Brandstiftung und des versuchten Versicherungsbetruges begründet - übrigens nach Tageblatt-Informationen nicht die ersten einschlägigen Ermittlungen gegen diesen Personenkreis. Die Polizei untersuchte entsprechend und hat vor Weihnachten die Akte an die Strafverfolgungsbehörde abgegeben. Allerdings: Die Ermittlungen zur Brandursache konnten auch eine Brandauslösung durch einen technischen Defekt nicht ausschließen. Möglicherweise habe ein überhitztes Laptop-Akku das Feuer ausgelöst. Die Staatsanwaltchaft, so ihr Leiter Stefan Studenroth, habe noch nicht entschieden, ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde. Aktuell befänden sich die Akten zur Einsicht bei der Versicherung, die diesmal den Schaden noch nicht reguliert habe.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"