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Beim Kränzebinden trifft man alte Bekannte

Traditionsfest Beim Kränzebinden trifft man alte Bekannte

Endspurt vor dem großen Schüttenhoff: Abend für Abend haben Frauen und Männer aus Nörten-Hardenberg seit Sonnabend, 23. Mai, zusammengesessen, um die Ortschaft für das Traditionsfest zu schmücken. Heute, am Donnerstag, 28. Mai, wird der Schüttenhoff ausgegraben.

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Viel Handarbeit: Aus Tannengrün werden grüne Girlanden für den Schüttenhoff.

Quelle: Vetter

Ein zarter Hauch von Weihnacht weht über den Markt. Auf dem Pflaster türmen sich Berge von Tannengrün. Am Sonnabend in aller Frühe haben Freiwillige aus allen acht Sektionen des Schüttenhoff-Vereins vom Vorstand bis zum Kriegsgericht aus dem Wald geholt. Doris Riedinger ist nun damit beschäftigt, die grünen Zweige von den trockenen, bräunlichen zu trennen. Sabine Plautz, Claudia Grube und Ulrike Bopp schneiden aus dem Grün handliche Wedel und bringen sie in Wannen zu den Binderinnen. 

Gertrud Tennstedt ist eine von ihnen. Von links und rechts bekommt sie die Büschel aus fünf bis sechs Wedeln angereicht und bindet sie um ein Seil zu einer buschigen Girlande. Die Aufschrift auf der Plakette am Ende verrät, wo die Girlande hängen soll. Von dem Mast in der Mitte des Marktes wird der grüne Schmuck zu den Häusern gezogen. Reinhold Heinemann ist der „Hüter der Plaketten“: Er bewahrt über die Jahre den Plan auf, der verrät, wie lang die Girlanden sein müssen. Insgesamt müssen allein für den Markt 320 Meter des grünen Schmucks angefertigt werden, weiß er. Für ganz Nörten ist es ein Vielfaches davon.

„Das Kränze binden ist mit das Schönste vom Fest“, sagt Gertrud Tennstedt, während sie mit weiß-behandschuhten Händen die stacheligen Zweige bändigt. Und auch von anderen hört man: „Hier trifft man Bekannte, die man lange nicht gesehen hat.“ Beim gemeinsamen Werkeln und der Pausenstärkung mit Mettwurstbrot und kühler Bowle lässt es sich am besten klönen. Und nicht nur am Markt in Nörten werden Kränze gebunden. Mit dem „Damenleutnant“, der die Frauen und Männer mit den passenden Getränken versorgt, zieht der Spielmannszug Rot-Weiß von einer Bindestelle zur nächsten, vom Hagenweg zum Stiftsplatz und zur Langen Straße, um die Nörtener auf das große Fest einzustimmen.

Von Ute Lawrenz

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