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Bekenntnis zur Ökumene

Himmelfahrtsgottesdienst im Forstbotanischen Garten Bekenntnis zur Ökumene

Beim ökumenischen Gottesdienst im Forstbotanischen Garten haben rund 300 Teilnehmer aus sechs Gemeinden Christi Himmelfahrt gefeiert. Ein zentrales Thema war dabei die Ökumene – hier gebe es noch „Luft nach oben“.

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Quelle: Hinzmann

Weende. So lautete auch das Motto des Gottesdienstes, der zum 20. Mal in dieser Form gefeiert wurde. Die evangelische Pastorin Elke Reichardt schilderte zunächst die menschliche Sehnsucht nach Leichtigkeit, danach, emporgetragen zu werden, nach  Nähe zum Himmel. Jesus habe immer Luft beziehungsweise Kontakt „nach oben“ zu Gott gehabt.

Eine Menge Luft nach oben gebe es noch in der Ökumene, so die Pastorin. Mehr Gemeinsamkeiten könnten entdeckt und entwickelt werden. Ein ökumenischer Gottesdienst sei ein guter Anfang, um im gemeinsamen Singen, Gebet und Hören auf überlieferte Texte zu erkennen, was evangelische und katholische Christen verbinde. Schließlich eine alle Christen die Hoffnung darauf, auch in dunklen Stunden und Tagen von einem liebenden Gott getragen zu sein. Allen Christen sei diese Botschaft und die Gemeinschaft mit anderen Christen und Suchenden wichtig – „sonst wären Sie jetzt mit dem Bollerwagen unterwegs“. Reichardt nahm auch die weltweite Ökumene in den Blick und schloss mit der Vision von einem Abendmahl von katholischen und evangelischen Christen, bei dem alle gemeinsam Kraft aus dem Glauben schöpfen.

Mit dem katholischen Pfarrer Hans Haase warf sich die Pastorin anschließend noch ein paar ökumenische Bälle zu. Die beiden schenkten sich gegenseitig ein Gesangbuch der jeweiligen Konfession und warben dafür, auch mal Gottesdienste der anderen Konfession zu besuchen. Auch die Gottesdienst-Teilnehmer hatten die Möglichkeit, auf Karten aufzuschreiben, wo sie noch mehr Luft in der Ökumene sehen. Das gemeinsame Abendmahl wurde dabei gleich mehrfach genannt, aber es gab auch ganz pragmatische Vorschläge wie „mehr miteinander Kaffee trinken“, „gemeinsame Fahrten“ oder „nur ein Liederbuch“.

Der Gottesdienst wurde gefeiert von den evangelisch-lutherischen Gemeinden Herberhausen, Roringen, Nikolausberg, St. Petri Weende und Christophorus sowie der katholischen Gemeinde St. Paulus mit St. Vinzenz in Weende und St. Franziskus in Bovenden. Teilweise kamen sogar Besucher von außerhalb dazu.

© Hinzmann

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Christi Himmelfahrt

Das Fest Christi Himmelfahrt  schließt an das Osterfest an, an dem die Christen der Auferstehung Jesu am dritten Tag nach seinem Tod gedenken. In der Bibel wird geschildert, wie Jesus sich nach der Auferstehung noch mehrere Male seinen Jüngern zeigt. So gibt es die Geschichte vom zweifelnden Jünger Thomas, der seine Finger in die Wundmale Jesu legen darf, die von der Kreuzigung stammen. Laut Apostelgeschichte blieb Jesus noch 40 Tage auf der Erde, ehe er vor den Augen der Jünger in den Himmel erhoben wurde. An dieses Ereignis erinnern die Christen am Himmelfahrtstag. Mit der Entrückung Jesu sei dieser aus seinem regionalen Wirkungskreis herausgehoben worden, so der Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Göttingen, Friedrich Selter. Damit sei klar geworden, dass Christi Botschaft der ganzen Welt gelte. Zu Himmelfahrt bietet sich ein Open-Air-Gottesdienst an, und so wurde das Fest auch vielfach in der Region gefeiert.

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