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"Das war Olly aus dem Bunker"

Belastungszeuge für Raub will nichts Belastendes gesagt haben "Das war Olly aus dem Bunker"

Im Prozess gegen einen 32 Jahre alten Göttinger, dem vielfacher Diebstahl, räuberische Erpressung und ein schwerer Raub vorgeworfen werden, ist ein wichtiger Belastungszeuge gehört worden. Doch der will gar nichts Belastendes gesagt haben.

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Seit Mai verhandelt das Landgericht gegen den Mann aus der Drogenszene, der verschiedenen Opfern unter anderem Smartphones, ein Tablet und einen Fernseher gestohlen haben soll.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Seit Mai verhandelt das Landgericht gegen den Mann aus der Drogenszene, der verschiedenen Opfern Smartphones, ein Tablet und einen Fernseher gestohlen und der von einem Bekannten den Kauf eines 721 Euro teuren Handys erpresst haben soll. Um den schwersten Vorwurf ging es am Dienstag: Er soll zusammen mit zwei unbekannten Mittätern ein Opfer in einer Wohnung überfallen, mit einem Messer bedroht und ihm 320 Euro geraubt haben.

Als Zeuge wurde der Mieter gehört, in dessen Wohnung der Raub stattfand. Dieser soll laut Aktenlage den Angeklagten des Raubes bezichtigt haben. Als die Polizei nach der Tat am 1. Juni 2015 die Eltern des Opfers befragten, haben die gesagt, "das war Olly aus dem Bunker", das habe ihr Sohn ihnen gesagt, und der wisse es vom Wohnungsinhaber. Dieser musste jetzt als Zeuge aus dem Knast vorgeführt werden. Er sitzt wegen eines Drogendeliktes.

Entsprechend mühsam die Vernehmung, denn der Zeuge muss sich nicht selbst belasten. Eines allerdings sagt er: Den Verdacht gegen den Angeklagten habe er nie geäußert. Er wisse nichts, er sei nicht da gewesen. Was mit dem "Bunker" gemeint sei, wisse er aber wohl, fragt der Vorsitzende. "Ja, die Schlüpferburg." Auf den fragenden Blick antwortet er: "…na, die in der Groner Landstraße." Woher aber nun die Bezichtigung des Angeklagten kommt, konnte das Gericht nicht klären. Der Prozess wird fortgesetzt.   

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