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Drei Bustouren an Weihnachten

Benefizaktion „Keiner soll einsam sein“ Drei Bustouren an Weihnachten

Seit über 40 Jahren organisiert das Göttinger Tageblatt die Benefizaktion „Keiner soll einsam sein“. Dazu gehört in jedem Jahr auch der offene Heiligabend in der Stadthalle. Wenn die Feier zu Ende geht, fahren die Stadtbusfahrer Michael Fortmann, Sven Dorazil und Ulrich Ude die Gäste nachhause.

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Für den guten Zweck: Die Busfahrer fahren an Heiligabend die Gäste von der Stadthalle zurück.

Quelle: CH

Göttingen. Auch das gehört von Beginn an zur Aktion „Keiner soll einsam sein“ (KSES): In jedem Jahr stellen die Göttinger Verkehrsbetriebe Busse für die Heimfahrt zur Verfügung. Die Fahrer haben dann eigentlich Feierabend und sitzen ehrenamtlich hinterm Steuer. „Das passt schon“, sagt Fortmann. „Und es ist doch eine schöne Sache“, lobt der 57-Jährige die Tageblatt-Initiative. Fortmann ist früher schon mehrmals für KSES gefahren, jetzt ist er nach einer Pause wieder dabei. Er ist inzwischen Single, „mein Sohn kommt am ersten Weihnachtstag nach Göttingen“.

Wir unterstützen die Aktion gerne, weil wir sie gut finden“, erklärt Personaldisponent Peter Wolter für die GöVB. An Heiligabend fahren ab 19 Uhr keine Linienbusse mehr, „aber die Leute müssen ja nachhause kommen“. Schon den ganzen Tag über sei an Heiligabend eine besondere Stimmung, stellt Busfahrer Ude immer wieder fest, „es ist irgendwie ruhiger als sonst“. Da falle es ihm leicht, nach seiner normalen Schicht noch eine Tour für KSES dran zu hängen. Ob er es vorher selbst zum offenen Heiligabend schafft, weiß er nicht. Auf jeden Fall will er es sich später zuhause weihnachtlich-gemütlich machen, auch der 60-jährige Ude ist Single.

Dorazil fährt schon lange Bus, ist aber erst seit eineinhalb Jahren bei der GöVB und zum ersten Mal für KSES im Einsatz. „Ist doch Ehrensache und selbstverständlich, wenn es privat passt“, sagt der Gieboldehäuser und fügt an: „Die Kinder sind groß und feiern woanders.“ Aber der Rest der Familie feiert in großer Runde - mit Eltern, Großeltern und anderen Verwandten. „Ich komme dann halt etwas später dazu“, so der 42-jährige Gieboldehäuser.

Musik, Zauberei und drei S-Bus-Touren

Der offene Heiligabend zur Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ beginnt um 16 Uhr in der Göttinger Stadthalle am Albaniplatz. Nach der Begrüßung und einer Weihnachtsandacht gibt es ein Weihnachtsessen – musikalisch begleitet von Klaus Faber am Klavier. Außerdem wird Andy Clapp die Gäste mit „Zauberei und Spaß“ unterhalten. Um 19.45 Uhr fahren vor der Halle drei Sonderbusse der Göttinger Verkehrsbetriebe ab und bringen die Besucher in ihre Wohnquartiere. Dabei decken sie drei Linien ab. Bus S1 fährt über Leineberg und Grone zum Holtenser Berg; Bus S2 über Treuenhagen, Geismar, Lohberg, Pommerneck, Bahnhof und Rinschrott ins Industriegebiet; Bus S3 über Herzberger Landstraße, Klausberg und Weende nach Weende Nord. us

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