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Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Kassel in Göttingen

„Keiner soll einsam sein“ Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Kassel in Göttingen

Letztendlich hat ihm die Grippe doch einen Strich durch die Rechnung gemacht: Oberstleutnant Christian Blüggel musste beim Konzert am Dienstagabend das Bett hüten. Vertreten hat ihn Hauptmann Tobias Wunderle vom Stabsmusikkorps Berlin – und der hat die für ihn fremden Musiker dennoch souverän durch den Abend in der vollen Stadthalle geführt.

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Fester Bestandteil der Tageblatt-Weihnachtshilfe: Das Heeresmusikkorps auf der Bühne der Göttinger Stadthalle.

Quelle: Vetter

Göttingen. Was besonders freut: Das Kasseler Musikkorps bewies unter Wunderle Humor und sicheres Gespür  für musikalischen Ausdruck.

Allein in den zu Beginn gespielten Märschen illustrierten die Musiker, wie unterschiedlich die Gattung sein kann. Der Jagdgeschwader Richthofen-Marsch Hans Felix Husadels hat sicherlich jene Kraft, die man von einem Marsch erwartet.

Giacomo Meyerbeers Krönungsmarsch aus der Oper „Der Prophet“ hingegen funktioniert ganz anders:  Fließende Motivik, weit ausladende Melodiebögen und ein Hauptthema, das eigentlich viel lieber ein Walzer gewesen wäre, boten spannende Kontraste. Die Freude am Gegensatz zeigte sich  auch im Programm, in dem der Deutschmeister-Regiments-Marsch nahtlos von Bernd Rabes Arrangement von „Viva Brasil“ gefolgt wurde.

Auch in diesem Jahr hat der Auftritt des Heeresmusikkorps Demonstranten auf den Plan gerufen. Etwa 20 Personen demonstrierten vor der Stadthalle für eine Entmilitarisierung Deutschlands. Die Einnahmen des Konzerts kommen Menschen in Göttingen zugute, die in soziale Not geraten sind.

Von Jonas Rohde

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