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Benefizweihnachtsmarkt für Jühnder Familie Schumacher

„Schön, wie das Dorf zusammensteht“ Benefizweihnachtsmarkt für Jühnder Familie Schumacher

Ihr Schicksal hat die Menschen in der Region bewegt. Familie Schumacher – das sind die siebenjährige Sina, ihre 14 Jahre alte Schwester Julia und die Eltern Michaela und Oliver – muss nicht nur die schwere Krebserkrankung Sinas durchstehen.

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Spende um Spende für die Jühnder Familie Schumacher (rechts).

Quelle: Eichner-Ramm

Jühnde. Am 7. Dezember wird ihr Wohnhaus in Jühnde durch einen Schwelbrand unbewohnbar. Seither lebt die Familie in einer Ferienwohnung im Ort. Und seither zeigen die Menschen, dass sie gerne helfen wollen, das Schicksal zumindest finanziell etwas abzumildern.

Am Sonntag haben Gemeinderat, Feuerwehr, Kyffhäuser Kameradschaft und Posaunenchor Jühnde einen Benefizweihnachtsmarkt für die Familie veranstaltet. Die vielen parkenden Autos entlang der Straßen im Ort zeugten vom regen Besuch. Viele waren von auswärts gekommen. Und natürlich ganz viele Einwohner Jühndes. Besucherin Gabriele Klaehn aus Ossenfeld kommentierte die große Hilfsbereitschaft mit den Worten: „Es ist schön, wie das Dorf zusammensteht.“

Auch für sie sei selbstverständlich gewesen, nach Jühnde zu kommen und auf dem Benefizweihnachtsmarkt etwas für die Familie zu tun – „gerade jetzt vor Weihnachten“, ergänzt Klaehn. Am späten Nachmittag dann mussten die vielen Wohltäter sogar Schlange stehen, um ihre Spenden, Geschenke und Gutscheine zu übergeben.

Dank für „unfassbare“ Hilfe

Bürgermeister Dietmar Bode reichte ein ums andere Mal das Mikrofon weiter, und für die kleine Sina waren die vielen symbolischen Schecks und die Geschenke schon fast eine vorgezogene Bescherung. Unterstützung kam zum Beispiel von der David-Ziaja-Stiftung (2000 Euro) und vom Autohaus Rolf (1000 Euro). Mitarbeiter und Kunden der beiden Göttinger Real-Märkte hatten Spendenkassen aufgestellt, wobei 600 Euro zusammen kamen.

Bode nannte noch einige Gruppen, die ebenfalls in den letzten Wochen Spenden gesammelt haben, darunter ein Stammtisch aus Volkmarshausen, eine Seniorengruppe aus Oberode und ein Motorradclub. Und der Jühnder Bürgermeister übergab noch ein kleines Päckchen an Sina, das Pauline und Robin Seibert von der Grundschule Scheden gepackt haben. Sie spendierten den Inhalt ihres Sparschweins für ihre Mitschülerin. Am Ende dankte Michaela Schumacher allen, für die „unfassbare“ Hilfe.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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