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Bepflanzte Fallrohre sollen in Hann. Münden für „mediterranes Flair“ sorgen

Grün statt Grau Bepflanzte Fallrohre sollen in Hann. Münden für „mediterranes Flair“ sorgen

„Machen wir unsere Altstadt mit Grünpflanzen zur Wohlfühl-Oase!“ Unter diesem Slogan hat der Ortsverband Münden von Bündnis 90/Die Grünen eine Initiative gestartet, die inzwischen auf viel positive Resonanz stößt. Das sagt Ideengeber Hartmut Teichmann, Mitglied vom Ortsverband. In Witzenhausen habe er „die Idee geklaut“, meint er und stieß inzwischen auch bei Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) auf offene Ohren.

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Soll auf Vorschlag der Grünen zur Wohlfühloase werden: Hann. Mündens Innenstadt.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Konkret schlägt Teichmann vor, in der Mündener Altstadt die tristen Regenwasserfallrohre, die von jedem Dach herab in den Gehsteig münden mit Grün zu verschönern. Dazu, könnten am Boden um das Rohr herum einige Pflastersteine entfernt und etwas Erde eingefüllt werden. Dort hinein sollen Stockrosen (Malven) gepflanzt werden. Diese wachsen bis zu drei Meter hoch und „blühen wunderbar“, sagt Teichmann. Noch dazu seien die Pflanzen sehr pflegeleicht. Alternativ könnte auch Kapuzinerkresse gesetzt werden, die direkt am Fallrohr hoch ranken kann und mit ihren großen Blättern und Blüten bis weit in den Herbst hinein die „hässlichen Rohre“ begrünt. „Geringer Aufwand, großer Erfolg“, glaubt der Initiator der Aktion „Grüne Altstadt“. Für die Straßen der Innenstadt könne das nicht nur ein ästhetischer Gewinn sein, sondern es werde auch urbane Wohnqualität geschaffen. In Witzenhausen sorge die Bepflanzung mit Stockrosen für mediterrane Wohlfühl-Atmosphäre.

Bürgermeister Wegener hat in der Runde der Mündener Gilde die Projektidee vorgestellt, die Teichmann ihm während der Bürgermeistersprechstunde dargelegt hatte. „Die Begrünung von grauen Straßenzügen ist eine gute Sache“, sagt Wegener. Es sei dringend erforderlich, teilt Stadtsprecherin Julia Bytom auf Tageblatt-Anfrage mit, die Verantwortlichkeit für Pflege und Instandhaltung festzulegen, „und für den Fall des Falles die Klärung der Übernahme der Kosten eines Rückbaus durch die jeweiligen Mitmacher“. Die Kosten pro Fallrohr habe ein Mitarbeiter der Kommunalen Dienste Münden (KDM) im Auftrag des Bürgermeisters auf etwa 160 Euro geschätzt – Pflaster aufnehmen, Arbeitslohn, Material, eine Pflanze und Maschineneinsatz.

Wie die Umsetzung aussehen kann, müssten weitere Gespräche ergeben, heißt es aus der Stadtverwaltung. Teichmann hat unterdessen bereits positive Rückmeldungen auf die Idee erhalten. So sei zum Beispiel ein Sponsor für die Pflanzen in Sicht, sagt er.

Kontakt: Hartmut Teichmann, Telefon 05541/33069, E-Mail: teichmann.hartmut@web.de.

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