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Bernhard Reuter bleibt Landrat

Vorläufiges Endergebnis der Stichwahl Bernhard Reuter bleibt Landrat

Bernhard Reuter bleibt Göttinger Landrat. Der Amtsinhaber von der SPD hat die Stichwahl gegen CDU-Herausforderer Ludwig Theuvsen am Sonntag für sich entschieden. „Das ist ein deutlicher Sieg“, sagte Reuter, als er gegen 18.45 Uhr im Kreishaus vor die Presse trat.

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Blumen und Gratulationen für den Landrat: Bernhard Reuter gewinnt die Stichwahl gegen Ludwig Theuvsen (CDU).

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Zu dem Zeitpunkt zeichnete sich schon ein Vorsprung von mindestens zehn Prozent zu Theuvsen ab. Die Wähler könnten nun Kontinuität und Professionalität von ihm erwarten, sagte Reuter, der ab 1999 Landrat in Osterode war und seit 2011 Landrat in Göttingen ist. Ängste der Bürger vor der anstehenden Fusion der Kreise Göttingen und Osterode seien „nicht notwendig“. Die Fusion sei im Gegenteil eine echte Chance: „Wir haben uns eine Leistungssteigerung vorgenommen - etwa im öffentlichen Personennahverkehr“, sagte Reuter.

Jetzt müsse es darum gehen, Mehrheiten im Kreistag zu suchen. Rot-Grün fehlten dazu zwei Sitze. Entweder müsste sich Rot-Grün Verstärkung holen, etwa von den Freien Wählern, Linken oder der FDP, oder es gebe eine rot-grüne Minderheitengruppe, die auch fähig sei, sich Mehrheiten zu suchen. Eine Gruppe mit der CDU schloss Reuter aus.

Sein im Vergleich zum Altkreis Göttingen schwaches Ergebnis im Kreis Osterode führte Reuter in einer ersten Analyse auf seinen dort fehlenden Amtsbonus zurück. Auch gebe es dort Wähler, die mit der Fusion nicht einverstanden sind.

Der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Göttingen, Thimas Oppermann, zeigte sich erleichtert über das Ergebnis. Der lange Wahlkampf sei eine gewaltige Kraftanstrengung gewesen. Mit einen Sieg Reuters hat er aber stets gerechnet. Oppermann sprach ein Lob für den CDU-Kandidaten Theuvsen aus. Der habe sich „respektabel“ geschlagen.

Im Haus der Union gab es für Theuvsen großen Applaus von seinen Anhängern. „Das ist ein Top-Ergebnis, mit dem wir hochzufrieden sein können“, sagte Theuvsen. Er sei glücklich und erleichtert. Er habe ein „tolles Ergebnis im Eichsfeld erzielt und Stadt und Altkreis Osterode gewonnen. „Haben wir daran geglaubt?“, fragte Theuvsen.

Auch der CDU-Kreisvorsitzende Fritz Güntzler sprach von einem „herrlichen, guten und großartigen Ergebnis“ für die „richtigen Themen und den richtigen Kandidaten“. Noch am Morgen habe er mit einem „Ergebnis 40 plus X“ nicht gerechnet. So sei das Umfeld, vor allem mit der Stadt Göttingen, nicht das einfachste für die CDU. „Wir haben gekämpft wie die Löwen und gezeigt: Die CDU gibt es noch in Südniedersachsen.“

Güntzler wünschte Reuter nun ein „glückliches Händchen“ bei der Fusion. Auch er verwies darauf, dass Rot-Grün im Kreistag keine Mehrheit habe. Er kündigte aber eine „kontruktive“ Mitarbeit der neuen CDU-Fraktion im Kreistag an.

Reuter kam am Ende auf 56,16 Prozent der abgegebenen Stimmen, Theuvsen bekam 43,84 Prozent. Exakt 10.092 Stimmen trennten die beiden Kandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei 30,84 Prozent. Von knapp 286.000 Wahlberechtigten gingen nur knapp 83.000 zur Wahl.

Reuter erzielte seine höchsten Ergebnisse in den Gemeinden Adelebsen, Staufenberg und Bovenden mit 65,07 Prozent, 64,85 Prozent und 64,43 Prozent. Theuvsens besten Ergebnisse sind in Gieboldehausen mit 67,59 Prozent, Duderstadt mit 64,31 Prozent und Bad Grund mit 55,76 Prozent. Die Wähler in der Stadt Göttingen haben sich mit 64 zu 36 Prozent für Reuter entschieden. Hier lag die Wahlbeteiligung bei 27,22 Prozent.

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